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Europäer ringen Gazprom Preisnachlässe ab

Von   /  11. August 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Der russische Gaskonzern Gazprom fügt sich schrittweise den Forderungen der europäischen Abnehmer nach Preisnachlässen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“. Nach langen Verhandlungen einigten sich Gazprom und der französische Energieversorger GDF SUEZ auf einen Preisrabatt. Der italienische Versorger Edison drohte dem russischen Konzern mit einer Klage vor dem Schiedsgericht in Stockholm und scheint damit Erfolg zu haben. In Tschechien bestätigte ein Gericht die Klage des deutschen Energiekonzern RWE gegen die Preispolitik von Gazprom.

Auch das polnische Unternehmen PGNiG und der deutsche Konzern E.ON fordern von Gazprom Rabatte. Litauen plant ebenfalls eine Gerichtsklage gegen Gazprom. Früher oder später muss Gazprom weitere Zugeständnisse machen. Gazprom will seine Markstellung in Europa ausbauen. 2012 lag Gazproms Marktanteil bei 25 Prozent. Bis 2020 soll er auf 30 Prozent, bis 2030 auf 32 Prozent wachsen. Dieses Ziel könnte mit Preissenkungen und neuen Lieferverträgen erreicht werden.

Allein für dieses Jahr sind 150 bis 200 Milliarden Rubel (etwa 3,4 bzw. 4,6 Milliarden Euro) für rückwirkende Zahlungen reserviert. 2012 war diese Summe um die Hälfte niedriger gewesen. Auf diese Weise gleicht Gazprom die Verluste der europäischen Abnehmer aus, um seinen Marktanteil zu halten. Leider zeige Gazprom nur in Europa eine flexible Preispolitik, so die Zeitung: In Russland ist der Konzern der alleinige Marktführer. Interessant wäre, wie Gazprom reagieren würde, wenn Flüssiggas aus Katar oder Erdgas aus Norwegen den Wettbewerb anheizen würden.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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