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EU-Schuldenkrise am Treffen der Schanghaier Organisation im Gespräch

Von   /  8. November 2011  /  Keine Kommentare

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rian.- Bei ihrem Treffen der Regierungschefs der Mitgliedsländer der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Sankt Petersburg haben die Teilnehmer hauptsächlich über ungelöste Probleme Europas und der USA, der heranrückenden Rezession und der Notwendigkeit gesprochen, diesen Bedrohungen Widerstand zu leisten, schreibt die Moskauer Wirtschaftszeitung „RBK Daily“ am Dienstag.

„Faktisch jeder Diskussionsteilnehmer schnitt so oder anders Probleme Europas und Amerikas an“, stellt die Zeitung fest. „Als Erster äußerte sich Kasachstans Premier Karim Massimow: „Unser Präsident Islam Karimow hat bereits Anfang 2010 gemahnt: Die Erklärungen der EU und der USA, die Rezession sei überwunden, seien verfrüht. Das Risiko einer nächsten Runde nimmt nur zu. Die Finanzmärkte sind von Geld überschwemmt, es entsteht die Gefahr einer Inflation in internationalem Ausmaß… Die Euro-Krise droht, auf die restliche Welt überzuschwappen.“

Wenn sich die SOZ zusammenschließen würde, wäre sie in der Lage, eine neue, gerechtigere Weltordnung herzustellen, betonten die Teilnehmer. China schlug vor, eine zwischenstaatliche Entwicklungsbank zur Unterstützung von Investmentprojekten und als eine Art Sicherheitspuffer zu gründen.

„Die übermäßig große Aufmerksamkeit der SOZ-Repräsentanten für Europa hat sogar Fragen an Wladimir Putin hervorgerufen“, schreibt das Blatt. „’Ich denke nicht, dass wir die Euro-Zone zu lange behandeln haben’, äußerte der russische Premier. ‚Diese Probleme wirken sich einfach absolut direkt auf unsere Länder aus.’“ Russland und China kennen nicht einmal einen Bruchteil dieser Probleme, betonte er. „In Europa würden Staatsschulden in Höhe von 80 Prozent niemanden verwundern, in Russland liegen diese aber bei zehn Prozent. Nur drei Prozent davon entfallen auf ausländische Anleihen. Insofern können wir feststellen, dass unsere Finanzen gesund sind.“

„’Im Rahmen des IWF könnten auch Russland und China Europa helfen’, so der russische Premier. ‚So könnten wir unseren Status im IWF steigern.“

Wie es in einer gemeinsamen Erklärung der Regierungschefs heißt, wollen die SOZ-Staaten eine „gerechtere Weltordnung schaffen, die einen gleichen Zugang zu den Vorteilen der Globalisierung ermöglichen würde“.

Zu dem Treffen, das dem zehnjährigen SOZ-Jubiläum galt, waren viel mehr Gäste gekommen, als dies das Format der Organisation vorsah (die Teilnehmerländer sind Russland, China, Kasachstan,Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan.) Eingetroffen waren auch Beamte und Beobachter aus dem Iran, Indien, der Mongolei, Pakistan und Afghanistan, berichtet das Blatt.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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