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Eigner der Wadan-Werften will Schiffe für Stokman-Feld bauen

Von   /  25. September 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Der neue Eigentümer der Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde, Witalij Jussufow, will zusammen mit russischen Unternehmen Schiffe für die Erschließung des Shtokman-Gasfeldes bauen.  „Technisch sind unsere Werften zur Umsetzung solcher Projekte bereit. Man wird allerdings eine enge Zusammenarbeit mit russischen Schiffsbauern brauchen – im Rahmen eines Subauftrags oder bei der Produktionskooperation“, sagte Jussufow am Mittwoch in St. Petersburg. Er hatte die insolventen Wadan-Werften, die inzwischen Nordic Yards heißen, im Sommer gekauft.

Pipeline-Lieferungen ab 2013

Der russische Energieriese Gazprom hatte zuvor Ausschreibungen für den Bau von Gastransportschiffen für das Shtokman-Feld angekündigt. Als mögliche Bewerber gelten russische Werften an der Ostsee.

Die Vorräte des Shtokman-Felds in der Barentssee werden auf 3,8 Billionen Kubikmeter Gas geschätzt, mit dem die geplante Ostseepipeline gefüllt werden soll. Die Pipeline-Lieferungen sollen 2013 beginnen.

Jussufow sagte weiter, Nordic Yards wolle sich auch um den angekündigten russischen Auftrag für den Bau eines Eisbrechers bewerben. Diese Ausschreibung des russischen Staatsunternehmens Rosmorport sei von hoher Priorität.

Gehen Wadan-Werften an russischen Staat?

Der neue Eigentümer der Wadan-Werften, Witalij Jussufow, erklärt, warum Berlin ihn als Investor ausgewählt hat, und schließt den Verkauf des Kontrollpakets an ein russisches Unternehmen nicht aus.

In einem Interview für die Donnerstagausgabe der Zeitung „Wremja Nowostej“ sagte Jussufow, er habe den Zuschlag bei der Ausschreibung vor allem dank seiner Verpflichtung bekommen, zwei Drittel der Arbeitsplätze zu erhalten. Die versprochenen Sozialgarantien hätten die deutschen Behörden überzeugt.

Nun brauche das Unternehmen, das inzwischen Nordic Yards heißt, einen strategischen Partner, um sich um russische Aufträge zu bewerben: „Ich schließe keine Kooperationsformen aus“. Joint Ventures oder Produktionskooperationen seien möglich. Nicht auszuschließen sei auch der Verkauf einiger Anteile bis hin zum Kontrollpaket.

Verhandlungen laufen

Zurzeit verhandle Nordic Yards insbesondere mit der russischen staatlichen Schiffsbauholding USBC sowie mit Werften in St. Petersburg und Wyborg: „Die Möglichkeiten des Staatsunternehmens USBC als Investor sehen vom politischen Standpunkt aus sehr stark aus“. Die deutsche Regierung werde kaum etwas gegen den Anteilverkauf an ein russisches Unternehmen einwenden, denn Nordic Yards habe mit der Rüstungsindustrie nichts zu tun, so Jussufow.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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