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Die Radler freuts – Petersburg erhält neue Velowege

Von   /  3. Juni 2008  /  2 Kommentare

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eva.- Radfahrer führen in Petersburg ein schweres Leben – neben der wachsenden Blechlawine müssen sie sich den Platz mit den Fussgängern teilen und riskieren einiges auf ihren halblegalen Fahrten über Trottoirs und Fussgängerstreifen. Obschon das Zweirad vor allem im Zentrum für viele eine ideale Alternative zum Auto wäre, verfügt die Stadt bisher nur über einen einzigen offiziellen Radweg nördlich der Stadt. Nun hat die Stadtregierung überraschend beschlossen, den Ausbau des Radwegnetzes voranzutreiben – und zwar schon in diesem Jahr. Nach einem Erlass der Gouverneurin Valentina Matwijenko sollen den Radfahrern „wo immer möglich“ eigene Spuren zugeteilt werden, sowohl auf Strassen, wie in den Parks und Gärten der Stadt.

Da der Platz auf den Wegen der zentralen Stadtteile ohnehin schon knapp ist, liegt es nahe, dass die ersten konkreten Radweg-Projekt vor allem in den äusseren Bezirken und Vororten angesiedelt sind, darunter Pulkowo, Kolpino, Kuptschino. Ausserdem sollen die Radler im Piskarewski- und Udelni-Park eigene Trassen erhalten. Laut Fontanka.ru sollen die Arbeiten an insgesamt acht Wegen bereits im Gang sein.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

2 Kommentare

  1. mm sagt:

    Nachtrag:

    Kein Scherz als ich heute am Obwodnij-Kanal auf dem Bürgersteig entlangradelte habe ich wie jeden Tag die in die Hauptstrasse einmündenden Strassen zu ueberqueren.

    Da links ein Lieferwagen nahe am Eck geparkt war, sah ich den langsam auf die Kreuzung rollenden Niva nicht. Er selbst blickte in die Richtung in die ich fuhr. Und er erwischte mich genau mittig mit dem Nummernschild am Pedal.

    Seine Beifahrerin ist Aertztin, die linke Hand und der Ellebogen leicht verletzt aber das Fahrad komplett geschrottet. Polizei und Ambulanz das volle Programm.

    Mehr demnaechst an dieser Stelle.

  2. mm sagt:

    Fahradfahren im Zentrum wird wohl noch ein Weile selbstmörderisch bleiben.

    Mir würde es schon ausreichen, wenn die Bordsteine nicht hin und wieder Geländerhöhe hätten und man die Bürgersteige mitbenutzen dürfte (mit der vollen Rücksicht auf den Fussgängerbetrieb natürlich).

    Meiner Meinung nach fehlt es noch an Gelassenheit auf allen Seiten. Die Fahradfahrer trauen sich nicht im fliessenden Verkehr mitzufahren, die Autofahrer sind schwer geschockt wenn es jemand wie ich doch mal probiert.

    Wenn der Trend zum Fahradfahren unterstützt durch Staus und hohe Benzinpreise weiter anhält, werden bald mehr Fahradfahrer Ihr Recht im Strassenverkehr mit Haut und Knochen bezahlen müssen.

    Sobald eine kritische Masse auf der Strasse wäre verhalten sich ja dann auch Autofahrer friedlich und Fahrradfahrer benehmen sich dann auch anständiger. Z.Zt. ist der Fahradfahrer entweder Optimist oder Rowdy und hoffnungslos in der Unterzahl.

    Zuletzt noch ein gar nicht so ironischer Vorschlag…

    Eine nette Idee wäre auch den Fahradfahrern Blaue Blinklichter wie den VIPs zu geben. D.H. können nicht angehalten werden und haben immer Vorfahrt und eventuell werden die Strassen dann auch Rund um die zu schützenden Personen für 20min total gesperrt.

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