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Dem Sankt-Petersburger Ausbesserungswerk droht der Verlust von Grundstücken im Wert von 3 Milliarden Rubel

Von   /  25. April 2015  /  Keine Kommentare

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mr – Unter dem aktuellen Verteidigunsminister Sergej Schoigu droht der Firma die Enteignung von Gelände nach der gleichen Methode wie sie bereits unter seinem umstrittenen Vorgänger Anatoli Serdjukow an gleicher Stelle und bei der selben Firma passierte. Dem Sankt-Petersburger „775. Artellerieaussbesserungswerk“ droht die Enteignung von Grundstücken im Marktwert von 3 Milliarden Rubel aufgrund einer Schuld von lediglich 50 Millionen Rubel.

Das 775. Atellerie-Ausbeserungswerk (АРЗ) befindet sich erneut in einem Konkursverfahren. Das Unternehmen gehoert zu dem in Verruf geratenen „Oboronservice“, einer als Dienstleistungsholding des Verteidigungsministeriums gegründete Holding, welche im Dezember 2014 in AO „Garnison“ umbenannt wurde.

Wenn fuer das Unternehmen die Zahlungsunfaehigkeit festgestellt wurde, fallen 20 hektar Land im Wert von 3 Milliarden Rubel unter Preis verkauft werden.

Der Bankrott wäre nicht der erste in der Geschichte des Unternehmens. Bereits während der Amtszeit von Verteidigunsminister Anatoli Serdjukow ging das Unternehmen durch die Insolvenz und verlor damals bereits 60 Hektar Land zwischen dem Prospekt „Marschal Blücher“ und dem Laboratorni Prospekt an eine Gruppe Immobilienentwickler. Die Methoden mit denen der Ex-Minister und seine Vertrauten Ihre Verfügungsgewalt über das Eigentum des Verteidigunsministeriums ausübten haben Ihm die Karriere gekostet. Unter dem neuen Minister Sergej Schoigu scheint die Vermögensverwaltung ähnlich ineffektiv.
Die Klage auf Feststellung des Zahlungsunfähigkeit hat die Firma im März diesen Jahres erhalten. Sie wurde durch die Omsker Firma NPO „TransMash-Service“ eingereicht. Michail Sajenko, Generaldirektor der NPO hat aber bereits verlauten lassen, das der Umfang der Forderungen an die Sankt-Petersburger incl. der Verzugszinsen 50 Millionen Rubel beträgt. „Wir sind keine Kanibalen und bereit zu verhandeln“ schiebt er nach.

Personalkarusell

Der Generaldirektor des Ausbesserungswerks, Sergej Lylow meldet derweil, „Wenn der Bankrott vom Gericht festgestellt wird, ist das ein zeitlich Begrenzter und kann ohne den Ausverkauf von Liegenschaften beigelegt werden!“. Derweil sehen das die Immobilenprofis in der Stadt die Situation anders. „Ein Bankrott bedeutet auch immer, daß das Unternehmen von einem Insolvenzverwalter geführt und was mit den Aktiva der Firma dann passiert ist noch ungewiss.“

Die sog. „gut informierten firmennahen Kreise“ gehen davon aus, das der Bankrott gerade dazu genutzt werden soll um den Ausverkauf des Firmenvermögens – also Grundstücke – zu befördern. „Die Finanzprobleme des Ausbesserungswerks hat bisher die Subholding „Remwo-orezhnie“ besorgt und nun wechselt der Generaldirektor zu dieser.“

Im Vorfeld konnten bereits 2 Versuche den Betrieb anzukurbeln und bzw. einen Insolvenzantrag zu erstellen. Aber die Gesch’ftsleitung wehrte diese Versuche erfolgreich ab. Der Versuch sich ohne einen Konkurs zu überleben. Kurz vor dem Antrag war der bisherige Generaldirektor Wladimir Agafonow entlassen worden und durch Sergej Lylow, einen erfahrenen Insolvenzverwalter, erstetzt worden. Dieser hat zwar keine besonderen Hntergrund im Tätigkeitsfeld der Firma aber gilt als erfahrener Sanierer. Einer der Schuldner des Ausbesserungswerks SOAU „KONTINENT“, welche ebenfalls eine Partei beim Antrag des Insolvenzverfahrens ist wurde zuvor von Ihm zivilrechtlich vertreten. An die Stelle von Victor Didenko, vormaliger Direktor der Subholdinggesellschaft „Remvo-Oruschenije“ ist Victor Raz getreten, welcher zuvor Direktor beim Konstruktionsbüro WIMPEL tätig war.

Foto: George Zhuklin, Wikimedia

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