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Baltikum – Schlupfloch für massive Kapitalflucht aus Russland

Von   /  20. August 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Rund 300 Milliarden Rubel (6,7 Milliarden Euro) sind seit Anfang 2009 vor allem über Banken der Baltischen Staaten aus Russland in Offshore-Gebiete abgewandert. Das berichtet die russische Agentur für Finanzaufsicht (Rosfinmonitoring) am Montag. Laut der Behörde nimmt die Kapitalausfuhr aus Russland über Offshore-Unternehmen, die von Kreditorganisationen in Drittländern gegründet wurden, offenbar zu.

Die wichtigsten Transitkanäle seien Banken der Baltischen Staaten, über die seit Jahresbeginn mehr als 295 Milliarden Rubel in Offshore-Gebiete „umgepumpt“ worden seien, heißt es. Wie der Chef der Lettischen Vereinigung der nichtstaatlichen Banken, Teodors Tverijons, zu RIA Novosti sagte, sind vor allem russische Kreditorganisationen an der Kapitalausfuhr schuld.

Überweisungen von russischen Banken abgewickelt

„Die Zeit, da Geld waggonweise befördert worden war, ist vorbei. Größere Finanzgeschäfte werden nun über Banken abgewickelt. Keine lettische Bank hat Filialen in Russland. Litauen und Estland sind dort ebenfalls nur schwach vertreten. Daraus folgt, dass die Gelder von russischen Banken überwiesen werden“, so Tverijons.

Die russische Agentur für Finanzaufsicht, die der Geldwäsche entgegenwirkt, hat im ersten Halbjahr 2009 rund 10.000 Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche und rund 500 Verfahren wegen finanzielle Unterstützung des Terrorismus durchgeführt. Im Ergebnis von rund 600 Kontrollen von rechenschaftspflichtigen Organisationen sind mehr als 7500 Geschäfte im Gesamtwert von über 65 Milliarden Rubel aufgedeckt worden, die bei Rosfinmonitoring nicht angemeldet worden waren.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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