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Autoindustrie: Russen fahren ab auf Allrad

Von   /  23. August 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Russen kaufen verstärkt Crossover und Geländewagen (SUV). Dieses Marktsegment dürfte in den nächsten fünf Jahren laut Experten von gegenwärtig 35 auf 50 Prozent wachsen, berichtet Vedomosti.ru. SUV sei das einzige wachsende Segment am russischen Automarkt, sagte Sergej Udalow, Exekutivdirektor der der Marktforschungsfirma Autostat. Von Januar bis Juli sei der Absatz um 11,7 Prozent auf 524.900 Stück gewachsen, während es im B-Segment (Kleinwagen VW Polo oder Lada Granta) einen Rückgang um 11,6 Prozent auf 497.000 Stück gegeben habe. Die Golf-Klasse (Ford Focus, Toyota Corolla) sackte um 14,8 Prozent auf 293.000 Stück ab.

Schlechte Straßen und das raue Klima sind die Gründe, warum Russen auf geländetaugliche Fahrzeuge umsatteln, sagen Experten und Autohändler. Darüber hinaus sei großes Fahrzeug für viele Russen Imagesache. Insbesondere bei Crossovern erwarten die Experten ein zügiges Wachstum. Die Softroader sind nur eingeschränkt geländegängig, dafür aber billiger als Geländewagen. Der in Russland populärste Crossover Renault Duster kostet ab 479.000 (11.130 Euro).

Um aus dem wachsenden SUV-Segment maximal Nutzen zu ziehen, lokalisieren ausländische Hersteller die Produktion in Russland. So wird Renault Duster seit Dezember 2011 im Moskauer Avtoframos-Werk hergestellt. In der Pazifikstadt Wladiwostok werden seit Anfang 2013 Toyota Land Cruiser Prado gebaut, im westrussischen Kaluga Pajero Sport. Ford baut in Tatarstan an der Wolga die Modelle Explorer und Kuga, zu denen 2014 der Ford EcoSport hinzukommen soll. Auch Toyota will laut Bloomberg in Sankt Petersburg den Crossover RAV 4 bauen.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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