Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Verkehr  >  Auto  >  Aktuelle Artikel

Ausländische Autobauer geben Gas in Russland

Von   /  25. März 2009  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

rian.- Die russischen Autohersteller drosseln ihre Produktion, die ausländische Konkurrenz allerdings beschleunigt das Tempo beim Ausbau ihrer Produktion in Russland. Darüber schreibt die Internet-Zeitung „Gazeta.Ru“ am Dienstag.  Experten sind überzeugt, dass in Krisenzeiten gerade Autowerke mit der kompletten Produktionskette der Trumpf der ausländischen Autobauer sein und ihn mit Sicherheit ausspielen werden.

Der deutsche Autokonzern Volkswagen (besitzt die Marke Skoda) hat schon damit begonnen, in Kaluga den Skoda Octavia inklusive der Schweiß- und Lackierungsarbeiten zu bauen. Die Produktion des Skoda Superb, des teuersten Autos der aktuellen Skoda-Sortiments, steht bereits in den Startlöchern. Der russische Markt wird trotz der weltweiten Krise noch ein Paar „in Russland gebauten PKW ausländischer Herkunft“ bekommen.

Demnächst wird der japanische Automobilhersteller Nissan in Petersburg mit dem Bau des Teana, General Motors wird im Sommer in seinem neuen Werk in Petersburg mit der Produktion des Chevrolet Cruise beginnen. Im kommenden Jahr werden Hyundai bei Petersburg und Peugeot-Citroen gemeinsam mit Mitsubishi in Kaluga ihre Autowerke in Betrieb nehmen.

Experten gehen davon aus, dass die in Russland beschlossenen höheren Einfuhr-Zölle auf ausländische Wagen die internationalen Autokonzerne regelrecht dazu zwingen, in ihre Projekte in Russland verstärkt zu investieren.  „In der Krisenzeit sind es eben die russischen Werke, die es den internationalen Autokonzernen erlauben, die Preise nicht zu erhöhen, was besonders wichtig ist, denn im Moment können es sich die meisten Russen nicht leisten, ein Auto auf Kredit zu kaufen“, sagt Iwan Bontschew, Automobilexperte bei Ernst&Young in Moskau.

Nach großen Autokonzernen würden auch die Zulieferer irgendwann nach Russland kommen, die Chancen dafür sehen nicht schlecht aus. Es wäre aber verfrüht zu sagen, der Zuliefererbranche in Russland würde boomen. Die Zahl der in Russland gebauten ausländischen PKW ist immer noch zu niedrig, wobei die unzureichende Nachfrage es ihnen nicht erlaubt, die Werksproduktion wie geplant auszubauen.

Die Sonderrechte aber alleine sind für die Entwicklung des Markts unzureichend und die russische Regierung könnte auf viel radikalere Maßnahmen zurückgreifen – zum Beispiel die Produktionsrichtlinien für Autoteile viel härter zu machen.

www.rian.ru

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Trotz Krise – Magna und Nissan wollen im Mai loslegen

Nach Suzuki und Isuzu auch Toyota – Japans Autoindustrie legt Bautätigkeit in Russland auf Eis

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Russischer Wetterdienst erklärt „extrem hohe Radioaktivität“ für „ungefährlich“

mehr…