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Angst vor Börsencrash – den Banken gehen zeitweise Euro und Dollars aus

Von   /  22. September 2008  /  Keine Kommentare

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eva.- Die bedrohliche Lage an den Börsen führte unter der russischen Bevölkerung vermehrt zu einer Flucht in harte Währungen. Wie der „Kommersant“ schreibt, begannen vergangene Woche viele Russinnen und Russen, ihre Ersparnisse umzutauschen. Nicht zuletzt die üblen Erfahrungen während des „Defaults“ vor zehn Jahren, als sich wegen des Staatsbankrotts ganze Rubel-Vermögen innerhalb weniger Tage in Luft auflösten, trieb die Leute in die Wechselstuben.

Dies hatte zur Folge, dass bei einer ganzen Reihe von Banken in Petersburg, darunter BTB, Raiffeisenbank, WEFK, Baltiiski Bank, die Reserven an Dollars und Euros knapp wurden oder vorübergehend ausgingen, so dass Nachschub aus Moskau angefordert werden musste. Insgesamt wurden rund zehn bis fünfzehn Mal mehr Fremdwährung als üblich verlangt. Interessanterweise zeichnete sich dabei ein zunehmender Trend zum Euro ab, der gegenüber dem Dollar massive an Bedeutung und Prestige gewonnen hat.

Darüber, wie sinnvoll Umtausch der Rubel in Fluchtwährung ist, gehen unter Finanzexperten die Meinungen auseinander. Während die einen den Dollar für unterbewertet halten und einen baldigen Kursanstieg ankündigen, warnen die anderen vor dem Gegenteil. Ebenso umstritten ist die Abhängigkeit des Rubelkurses vom internationalen Markt und damit auch die Stabilität der heimischen Währung.

www.kommersant.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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