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An der Metro Tschkalowskaja reisst die Stadt die Büdchen von 30 Kleinunternehmern ab

Von   /  7. Juni 2010  /  1 Kommentar

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mm. Nach über 5 Jahren juristischem Gezerre um ein vom Vizevorsitzenden des unabhänigen Verbands der Kleinunternehmer betriebenen Einkaufszenturms bei der Metro Tschkalowskay in St. Petersburg schafft die Stadt mit Abrissbaggern Fakten.
Nur wenige Tage nachdem Gouverneurin von Sankt Petersburg Walentina Matwijenko den unabhängigen Verband für Kleinunternehmer kritisiert hat, dessen Vorstand – der Inhaber der 30 Einkaufspavillione ist. Am Montagmorgen pünktlich um 7:00 begann die Räumung.

Der Generaldirektor der Ladenzeile berichtet das die Abbrucharbeiten ohne offizielle Vorwarnung begannen. Gerüchteweise war. Die Bezirksverwaltung hat die einzelnen Händler jedoch benachrichtig, sodass diese Ihre Waren und Eigentum vor Beginn der Abbrucharbeiten abholen konnten.

Seit über 5 Jahren prozessiert Tretjakow mit dem städischten Grundstücksamt „KUGI“ um das Recht, die Grundstücke unter die Pavillons zu mieten. Die Verwaltung des Petrograder Bezirkes nun an der Stelle der Handelszone bei der Metro der eine grüne Zone einrichten.

Kleinunternehmer seit Jahren in Bedrängniss

Waren in der Mitte der 90er Jahr Verkaufsbuden für Kleinunternehmer auf jedem freien Plätzchen in den Strassen und den Metros angesiedelt. Verfolgt die Stadt seit den 2000er eine harte Linie beim „säubern“ des Strassen und Stadtbilds. So Worden die Buden zuerst aus der Metro vertrieben – u.A. mit der Begründung, das nach Terroranschlägen die Geschäfte die Sicherheit gefährdeten. Nachdem alle Zeitungs- und Lebensmittelkioske dann entfernt wurden, entstanden wenige Verkaufspavillons die von einem einzigen Betreiber organisiert sind.

Auch gut strukturierte und genehmigte Pavillions wurden zu Gunsten der Grossverteiler entfernt. Viele der Kleinunternehmer verloren so Ihre Existenz. Mit der Räumung der 30 Büdchen an der Metro Tschkalowskaja scheint diese Politik konsequent weiterzugehen.

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1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Also bitte mehr Respekt vor der Verwaltung. Die wild gebauten und unübersichtlich vielen kleinen Buden sind ja schliesslich nicht nur Lebensgrundlage für ein ebenso unübersichtliche Anzahl von Händlern die vermutlich keine Steuern zahlen und im Worst-Case auch noch Terroristen beherbergen.

    Am Schlimmsten ist jedoch, das im Gegensatz zu IKEA und co. das abkassieren der Schmiergeldzahlungen extrem kompliziert gestaltet. Daher lieber ein Grosses Businesszentrum als 1000 wuselige Kleinstunternehmer –

    Ach ja das Stadtbild profitiert ja auch noch davon – :)

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