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Internationale Proteste gegen Inhaftierung von Greenpeace-Leuten in Russland

Von   /  18. Oktober 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Greenpeace plant für die nächsten Tage Aktionen in 31 Ländern, bei denen die Freilassung ihrer in Russland inhaftierten Kollegen vom Schiff „Arctic Sunrise“ gefordert wird, wie Jörg Feddern von der deutschen Vertretung der Öko-Organisation am Donnerstag RIA Novosti mittelte.

Allein in Deutschland werde die Aktion 32 Städte erfassen,  so Feddern. Die meisten von ihnen sollen am kommenden Samstag stattfinden. In Berlin werde die Aktion eine Art Musik-Non-Stop-Demo  vor der Botschaft Russlands darstellen, hieß es. Die 30 Stunden lange Aktion werde einschließlich der Musiker mehr als 100 Teilnehmer zählen.

Das Schreiben von Nobelpreisträgern an Russlands Präsident Wladimir Putin mit der Bitte, die Piraterie-Anschuldigungen gegen die Greenpeace-Aktivisten fallen zu lassen, muss laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow an eine andere Adresse gehen. In einem Kollektivschreiben hatten elf Friedensnobelpreisträger Präsident Putin ersucht, „alles nur Mögliche zu tun, um die übermäßigen Piraterie-Anschuldigungen gegen 28 Greenpeace-Aktivisten fallen zu lassen“.

Unter den Verfassern des Briefes sind  Erzbischof  Desmond Tutu, der ehemalige Präsident von Costa Rica Oscar Arías Sánchez, die Friedenskämpferin aus den USA Jody Williams sowie die iranische Menschenrechtlerin Shirin Ebadi. Die Ölförderung in der Arktis sei höchst riskant, denn bei einem Ölaustritt würde der arktischen Umwelt ein nichtwiedergutzumachender Schaden zugefügt, betonen die Nobelpreisträger.

„Der Präsident  hat große Achtung gegenüber den Nobelpreisträgern und nimmt ihre Meinung sehr ernst. In diesem Fall handelt es sich um eine Situation, in der der Präsident nicht der richtige Empfänger ist“, so Peskow. Der Präsident könne die Anschuldigungen weder erheben noch fallen lassen, betonte Peskow.  Dafür seien Ermittlungsorgane zuständig. „Alle müssen sich gedulden, bis die Untersuchung zu Ende ist und das Gericht ein Urteil fällt. So schreibt es das Gesetz vor“.

Den Greenpeace-Aktivisten, die am 18. September eine Protestaktion auf der Gazprom-Bohrinsel Priraslomnaja in der Petschora-See  versucht hatten,  sowie der Mannschaft der „Arctic Sunrise“, die die Aktivisten in die Petschora-See gebracht hatte, wird Piraterie zur Last gelegt. Die Gefangenen befinden sich in der U-Haft in Murmansk und in anderen Städten der Umgebung.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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