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Überlebende Stewardess der Tu-134 packt aus: Flugkapitän war nicht am Steuer

Von   /  30. Juni 2011  /  Keine Kommentare

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rian.- Acht Tage nach dem schweren Flugzeugunglück bei Petrosawodsk hat Stewardess Julija Skworzowa – das einzige überlebende Besatzungsmitglied der Tu-134 – erzählt, was sich an Bord der Maschine in den letzten Flugminuten abgespielt hatte.

Zu dem Zeitpunkt des Absturzes habe der Flugkapitän Alexander Fedorow nicht am Steuer gesessen. Copilot Sergej Karjakin habe die Maschine zur Landung gesteuert, teilte Skworzowa nach Angaben des Nachrichtenportals Newsru.com mit.

Sie bestätigte, dass die Wetterbedingungen am Zielflughafen Petrosawodsk „äußerst ungünstig“ gewesen seien. Dabei hatten die Piloten laut der Stewardess nicht die Möglichkeit, einen zweiten Landeversuch zu unternehmen, weil der Kraftstoff knapp war. Laut Newsru.com bestrafen kleine russische Fluggesellschaften nicht selten ihre Piloten, wenn diese bei Flügen mehr Kraftstoff verbrauchen. Manche Maschinen haben bei der Landung gar keinen Sprit in der Reserve.

Ein Passagierflugzeug vom Typ Tupolew Tu-134 der Fluggesellschaft RusAir mit 43 Passagieren und neun Besatzungsmitgliedern an Bord war in der Nacht zum 21. Juni nahe der Stadt Petrosawodsk rund 300 Kilometer nordöstlich von Sankt Petersburg beim Landeanflug auf eine zum Flughafen führende Autobahn geprallt. Dabei kamen 44 Insassen ums Leben, die übrigen acht wurden verletzt. Drei Verletzte erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Als Ursachen für die Katastrophe werden unter anderem dichter Nebel und ein Fehler des Piloten vermutet.

Einige Medien spekulierten nach dem Unfall, dass im Blut der Piloten Alkohol nachgewiesen worden sei. Die Behörden wiesen dies als falsch zurück.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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