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Siemens und RZD geben Probleme mit „Sapsan“-Intercity-Zug Moskau – St. Petersburg zu

Von   /  8. Februar 2010  /  Keine Kommentare

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rian.- Der Konzern Siemens und das staatliche russische Eisenbahnunternehmen RZD haben technische Probleme beim Einsatz der neuen deutschen Intercity-Züge Sapsan in Russland zugegeben, schreibt die Tageszeitung „Kommersant“ am Montag. Letzten Freitag erläuterte Dietrich Möller, Chef von Siemens Russland und Zentralasien, vor Journalisten in Moskau, worin die technischen Probleme des Hochgeschwindigkeitszuges bestehen.

Nach seinen Worten wurde beim Zug Anfang dieses Jahres ein erhöhter Verschleiß der Radpaare festgestellt. Dies wirke sich das aber in keiner Weise auf Sicherheit und Komfort aus. Fachleute von Siemens und RZD kontrollieren den technischen Zustand der Züge ständig.

Technische Probleme erst dementiert, dann bestätigt

Die ersten, Mitte Januar erschienenen Berichte über die technischen Probleme der Züge, die seit dem 17. Dezember 2009 regelmäßig auf der Strecke Moskau – Sankt Petersburg pendeln, wurden zunächst von RZD entschieden dementiert. Erst später musste RZD-Chef Wladimir Jakunin die Berichte über die Probleme mit den Radpaaren bestätigen. Die von der Zeitung befragten Vertreter von Unternehmen, die Radpaare für Züge herstellen, bestätigten, dass das ermittelte Problem in der Tat nicht kritisch sei – „unter der Voraussetzung einer regelmäßigen Prophylaxe“.

Zugleich verwies Alexej Besborodow, Chef der Nachrichtenagentur Infranews, dass dieser Vorfall dem Ruf von RZD und Sapsan geschadet habe. Die RZD-Leitung habe versucht, das Problem zu verheimlichen, wodurch das öffentliche Vertrauen zu den späteren Erklärungen hinsichtlich der Unwesentlichkeit des technischen Problems gestört wurde, meinte er.

RZD hatte acht Züge der Marke Velaro Rus, die in Russland die Bezeichnung Sapsan bekamen, für insgesamt 276 Millionen Euro bei Siemens erworben. Darüber hinaus wurde ein 30-jähriger Service-Vertrag mit Siemens in einem Wert von 354 Millionen Dollar geschlossen.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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