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Petersburger Gouverneur verbietet Luxusmarken bei Dienstwagen

Von   /  19. März 2013  /  Keine Kommentare

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eva.- Als Sparmassnahme und „verordnete Bescheidenheit“ hat der Petersburger Gouverneur Georgi Poltawtschenko die maximalen Kosten bei der Anschaffung von Dienstwagen für die Stadtregierung auf 1,1 Millionen Rubel (rund 25.000 Euro) pro Fahrzeug beschränkt. Damit wird die Auswahl an „vorzeigbaren“ Limousinen auf die zwei in Petersburg hergestellten Modelle Toyota Camry und Ford Mondeo eingeschränkt. Zwar sind für diesen Preis durch aus auch standesgemässe Wagen anderer Hersteller zu kriegen, doch gehört es zum guten Ton, das einheimische Autogewerbe zu fördern.

Für teurere Autos muss in Zukunft ein Antrag an eine Spezialkomission gestellt werden. Allerdings besteht laut Fontanka.ru praktisch keine Chance, eine Bewilligung zu kriegen. Die Einschränkung ist ein weiterer Versuch des Stadtoberhaupts, das Ansehen der Regierung gegenüber der Öffentlichkeit zu verbessern. Im vergangenen Dezember wurde ein Verbot erlassen, Geschenke in den Smolny-Palast zu bringen, um die Korruption zu verringern – eine Massnahme, die um die Neujahrszeit bei manchen geschenk-gewohnten Regierungbeamten für Verstimmung gesorgt hatte. Auch die traditionsgemässen Riesenblumensträusse zum Frauentag am 8. März mussten draussen bleiben.

Die Auto-Preislimite stösst bei vielen auf Zustimmung – für 1,1 Millionen lassen durchaus gute und vorzeigbare Dienstwagen erwerben, finden sie. Die Einschränkung ist die erste ihrer Art in Russland. Auf Initiative des populären Bloggers und Politikers Alexei Nawalny wurde auch für die Staatsduma ein Preislimit für Dienstwagen von 2 Millionen Rubel (rund 50.000 Euro) beantragt – bisher ergebnislos.

Der Kauf teuerer Luxuswagen für Regierungsstellen mit Steuergeldern sorgte in der Vergangenheit bereits einige Male für böses Blut in der Bevölkerung. Ob die neue Vorschrift die Situation verbessert, oder nur ein weiterer Papiertiger ist, wird sich herausstellen. Viele Kritiker finden, die Dienslimousinen für Beamte und Abgeordnete gehöre überhaupt abgeschafft, da viele von diesen auch so über einen stattlichen Wagenpark und sogar eigenen Fahrer verfügen.

www.fontanka.ru

 

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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