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Flugzeugkatastrophe bei Petrosawodsk: Opferzahl auf 45 gestiegen

Von   /  22. Juni 2011  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Zahl der Todesopfer des Flugzeugunglücks vom Montagabend in der russischen Teilrepublik Karelien ist auf 45 gestiegen.

Wie RIA Novosti von einer Sprecherin des regionalen Zivilschutzes erfuhr, ist der schwer verletzte zehnjährige Junge, der nach dem Absturz der Tupolew mit schweren Verbrennungen und anderen Verletzungen in ein Krankenhaus der karelischen Hauptstadt Petrosawodsk eingeliefert worden war, in der Nacht zum Mittwoch gestorben.

Laut der Sprecherin war der Junge zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester aus Juschno-Sachalinsk (Pazifik-Region) nach Petrosawodsk unterwegs gewesen. Auch die Mutter kam bei dem Flugzeugunglück ums Leben. Die 14-jährige Schwester wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus in Petrosawodsk eingeliefert und dann zur weiteren Behandlung nach Moskau gebracht.

Am Dienstagnachmittag wurden  alle 44 Toten aus den Trümmern geborgen. Dies teilte der Sprecher der Ermittlungsverwaltung von Karelien, Witali Konowalow, mit. Das Identifizierungsverfahren hat nach Angaben des Zivilschutzministeriums bereits begonnen.

Die Tu-134 wurde erst beim Zusammenstoß mit einem rund 15 Meter hohen Baum beschädigt. Zuvor hatte es noch keinen Defekt gegeben. Dies teilte der Chef der russischen Luftfahrtagentur, Alexander Neradko, am Dienstag mit.

„Zuerst kollidierte die Maschine mit einer rund 15 Meter hohen Kiefer“. Es gebe keine Hinweise darauf, dass das Flugzeug noch vor dieser Kollision in der Luft auseinandergebrochen oder explodiert war oder Feuer gefangen habe, sagte Neradko.

Auch der stellvertretende Verkehrsminister Waleri Okulow bestätigte, dass die Explosion und der Brand bereits nach dem Aufprall der Passagiermaschine auf der Erde ausgelöst worden seien.

Das Flugzeug vom Typ Tupolew Tu-134 mit 43 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern an Bord war am Montageabend nahe der Stadt Petrosawodsk rund 300 Kilometer nordöstlich von Sankt Petersburg beim Landeanflug auf den Boden geprallt. Dabei kamen 44 Insassen ums Leben, die weiteren acht wurden verletzt.

Der internationale Flughafen Bessowez bei der karelischen Hauptstadt Petrosawodsk (nordwestrussische Teilrepublik), in dessen Nähe am Dienstag früh ein Passagierjet bei einer harten Landung zerschellte, gehört seit 1990 zu den 110 wichtigsten Flughäfen Russlands.

Im einheitlichen Flugverkehrsnetz gilt Bessowez als ein Ausweichflughafen für Sankt Petersburg.

Der 1939 eingerichtete Militärflugplatz wird seit 1964 auch für die Zivilluftfahrt genutzt. Im Jahr 1990 wurde Bessowez für internationale Flüge geöffnet. Als Flughafen zweiter Klasse kann Bessowez Flugzeuge der Typen Il-76, Tu-154, Tu-134, Jak-40 und alle leichteren Flugzeugtypen sowie Hubschrauber aufnehmen und ist für Maschinen mit einer Startmasse von bis zu 150 Tonnen ausgelegt.

Bessowez dient seit Juli 1992 als Standort für das 159. Jagdflugzeuggeschwader sowie für die Grenztruppen. Der zivile Teil des Flughafens wird von den Fluggesellschaften Severstal, RusLine und Arkhangelsk Airlines betrieben, die Linien- und Charterflüge nach Moskau, Archangelsk, Tscherepowez, Anapa und Helsinki unternehmen.

Seit dem Jahr 2009 ist auf dem Flughafen eine den ICAO-Anforderungen entsprechende Lichtsignaltechnik installiert, die das Landen von Luftfahrzeugen bei Tag und Nacht ermöglicht.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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