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Flugzeugabsturz bei Petrosawodsk: Pilot hielt Autobahn offenbar für Landepiste

Von   /  23. Juni 2011  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Besatzung der Tu-134, die in der Nacht zum Dienstag nahe der nordwestrussischen Stadt Petrosawodsk abgestürzt war, hatte offenbar eine Straße mit der Landebahn verwechselt. Diese Meinung äußerte Testflieger Wadim Basykin, der zehn Jahre lang am Flughafen Petrosawodsk arbeitete.

Während seines Dienstes in Petrosawodsk haben er und seine Kollegen mehrmals bei schlechtem Wetter die besagte Straße zunächst für eine Landebahn gehalten, so Basykin am Mittwoch in Sankt Petersburg. Er betonte, dass die endgültigen Schlüsse über die Absturzursache aber erst nach der Auswertung der Flugschreiber möglich seien.

Laut Basykin ist die Tu-134 „ebenso wie die Kalaschnikow-Maschinenpistole äußerst zuverlässig“. Dabei sei das Flugzeug sehr schnell. „Es wäre ein grober Fehler, mit dieser Maschine im Tiefflug zu manövrieren.“

Das Passagierflugzeug vom Typ Tupolew Tu-134 mit 43 Passagieren und neun Besatzungsmitgliedern an Bord war in der Nacht zum Dienstag nahe der Stadt Petrosawodsk rund 300 Kilometer nordöstlich von Sankt Petersburg beim Landeanflug auf eine zum Flughafen führende Autobahn geprallt. Dabei kamen 44 Insassen ums Leben, die übrigen acht wurden verletzt. Am heutigen Mittwoch erlag ein Kind im Krankenhaus seinen Verletzungen. Als Ursachen für die Katastrophe werden unter anderem dichter Nebel und ein Fehler des Piloten vermutet.

Nach dem tödlichen Absturz des Passagierflugzeugs Tu-134 in der nordwestrussischen Teilrepublik Karelien haben die russischen Behörden bereits fast die Hälfte der insgesamt 45 Todesopfer identifiziert. Dies teilte der Sprecher des russischen Ermittlungskomitees, Wladimir Markin, am Mittwoch mit.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes konnten nur elf der Todesopfer visuell identifiziert werden. Für den Abschluss der Identifizierung sei in den restlichen Fällen ein DNS-Test notwendig.

Das Flugzeug vom Typ Tupolew Tu-134 mit 43 Passagieren und neun Besatzungsmitgliedern an Bord war in der Nacht zum Dienstag nahe der Stadt Petrosawodsk rund 300 Kilometer nordöstlich von Sankt Petersburg beim Landeanflug auf eine Autobahn geprallt. Dabei kamen 44 Insassen ums Leben, die weiteren acht wurden verletzt. Später erlag ein Kind im Krankenhaus seinen Verletzungen.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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