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Ersatz für Mistral: Russland beginnt 2016 mit Bau von eigenem Schiff

Von   /  18. Juni 2015  /  1 Kommentar

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spn./eva.- Das St. Petersburger Konstruktionsbüro hat ein Schiff als Alternative zur französischen „Mistral“ entworfen. Sein Bau soll schon im nächsten Jahr beginnen, wie RIA Novosti aus russischen Rüstungskreisen erfahren hat. Mit dem Bau der Neuentwicklung könne schon im Jahr 2016 begonnen werden, bestätigte ein Sprecher.

„Das vom St. Petersburger Konstruktionsbüro entwickelte, vielseitig einsetzbare Landungsschiff wird eine Wasserverdrängung von etwa 14.000 Tonnen haben und in der Lage sein, bis zu acht Hubschrauber Ka-27 und Ka-52K aufzunehmen.  Der Baubeginn ist für das Jahr 2016 geplant.“ Das neue Schiff soll mit dem Luftabwehrsystem Panzir bewaffnet werden und 500 Marinesoldaten sowie bis zu 60 Kampffahrzeuge aufnehmen können.

Bei einer Länge von 165 Meter soll das neue Schiff 25 Meter breit sein. Zuvor hatte der Oberbefehlshaber der russischen Marine, Admiral Wiktor Chirkov, berichtet, dass die gesamte russische Flotte bis zum Jahr 2050 modernisiert wird. Wie mittlerweile bekannt wurde, hat Frankreich ein Teil der Technologie, die zum Bau der Träger nötig sind, an Russland weitergegeben.

Russland ist immer noch bereit zum Kauf

Russland hatte 2011 in Frankreich zwei Hubschrauberträger der Mistral-Klasse im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro bestellt. Die USA stemmen sich gegen den Deal. Das erste Kriegsschiff, die „Wladiwostok“, hätte im November 2014 an die russische Kriegsmarine übergeben werden sollen. Doch Paris sagte die Auslieferung unter dem Vorwand des Ukraine-Konflikts ab. Nun weiß Frankreich nicht, was es mit den Kriegsschiffen anfangen soll. Es gehen Gerüchte um, dass die Mistrals an Drittländer verkauft, demontiert oder sogar versenkt werden könnten.

Russland will jede Lösung akzeptieren: Entweder die Lieferung oder die Rückerstattung der Vorauszahlung. Laut Medien schätzt Moskau seine Kosten einschließlich des gezahlten Vorschusses und der Kosten für den Aufbau der entsprechenden Infrastruktur auf 1,16 Milliarden Euro. Frankreich ist aber nur bereit, 785 Millionen Euro zurückzahlen. Paris will seine Zusatzkosten für die Instandhaltung, die Experten auf fünf Millionen Euro im Monat schätzen, auf Russland abwälzen.

Bild: Wikimedia/Yannick Le Bris

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Mistral vor Versenkung? Paris weiß nicht wohin mit „russischen“ Hubschrauberträgern

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Dr. Joghurt Blumenkohl, besser bekannt als D.J. Hunter sagt:

    http://www.themoscowtimes.com/business/article/russian-military-struggling-to-modernize/525782.html

    Und, also wieder mal russische Fakten. Das Militärbudget wird aufgestockt, aber es scheint halt, dass das Geld irgendwo in einem Kanal versickert. Dafür gibt es wiederum mehr Armut. Die Oligarchen transferieren fleissig, wie gehabt fliessen ja jährlich Unsummen, ca. 60-80Milliarden oder mehr ins Ausland und der Staat macht auch noch mit. Das ist Sozialismus vom Feinsten, danke den Kommunisten.

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