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Russische Fernfahrer protestieren gegen Schwerverkehrsabgabe „Platon“ (Video)

Von   /  27. März 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Am 27. März haben sich die Petersburger Fernfahrer der allrussischen Protestaktion gegen die Schwerverkehrsabgabe „Platon“ angeschlossen. Auf der Moskauer Chaussee vor der Stadt fuhren rund 50 Fahrzeuge auf, im Verlauf des Tagen wuchs ihre Zahl auf rund 75 Lastwagen an. Wie Fontanka.ru schreibt, sind sie bereit, bis zu zwei Wochen auszuharren und sich in Schichten abzulösen.

Die nötige Ausrüstung, von der Chemie-Toilette bis zur Feldküche wurde alles an den Standplatz gebracht. Wie die Verkehrspolizei meldet, stören die Protestfahrzeuge bisher nicht, da sie an einer breiteren Stelle der Strasse platziert sind. Als Zeichen des Protests zündeten die Brummifahrer auf dem Platz der Proletarischen Revolution unweit der Smolny-Regierung einen Lada Niva an, der jedoch von der Feuerwehr gelöscht wurde.

Dem Petersburger Vorsitzende der Russischen Transportunternehmervereinigung (OPR) Andrei Baschutin wurde der Führerschein entzogen. Er erfuhr von diesem Entscheid ohne Begründung jedoch erst im Verlauf des Protesttages und muss sich nun wegen Fahrens ohne Führerschein verantworten. Baschutin war bereits im Januar in die Schlagzeilen geraten, weil er eine Blockade vor der Zahlstelle der kostenpflichtigen Stadtautobahn (ZSD) organisiert hatte.

Die Kundgebung der Fernfahrer richtet sich gegen die Schwerverkehrsabgabe „Platon“, die seit 2015 auf russischen Strassen erhoben wird und am 15 April um 25 Prozent auf 1,91 Rubel pro Kilometer angehoben werden soll. Die Transportunternehmer mussten ihre Fahrzeuge auf eigene Kosten mit Fahrtenschreibern ausrüsten, das Gerät kostet rund 40.000 Rubel (rund 600 Euro).

Neben der massiven finanziellen Belastung ärgerte die Brummifahrer, dass die Firma „Platon“ von Igor Rotenberg, dem Sohn von Putins Freund Arkadi Rotenberg geleitet wird. Ausserdem argumentieren sie, dass man sie nicht verpflichten könne, für Strassen zu zahlen, die zu Sowjetzeiten gebaut worden seien und oft in schlechtem Zustand seien.

www.fontanka.ru

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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