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Zweifelhafte Anschuldigungen der Polizei gegenüber Demonstranten

Von   /  17. Juni 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Nach der Antikorruptionsdemonstration auf dem Petersburger Marsfeld tauchten zweifelhafte Beschuldigungen der Polizei gegenüber den Demonstranten in den Medien auf. So behauptete die Sondereinheit „Rossgvardia“, einer ihrer Beamten habe von einem Demonstranten einen Messerstich in den Rücken erhalten. Als „Beweismittel“ wurde das Video eines Zuschauers angeführt, das im Internet veröffentlicht worden war.

Wie Fontanka.ru ermittelte, war der Vorfall dem zuständigen staatlichen Ermittlungskomitee (SKR) nicht bekannt, und man weigerte sich dort dazu Stellung zu nehmen. Auf dem Video ist zudem nicht zu erkennen, ob der Demonstrant, der sich am Gerangel bei der Festnahme eines Demo-Teilnehmers beteiligte, überhaupt etwas in der Hand hält.

Eine weitere „Gewalttat“ gegenüber einem Omon-Beamten war der angebliche Schlag eines 17-jährigen Schülers, bei dem der Polizist einen Zahn verlor. Dabei ist auf einem Video deutlich zu erkennen, dass der Angeschuldigte im Hangemenge das Gleichgewicht verlor und dem Polizisten unabsichtlich mit dem Kopf einen Schlag versetzte. Laut Fontanka.ru zielen beide Beschuldigungen darauf ab, die weitgehend friedliche Kundgebung als gewalttätig und aggressiv anzuschwärzen.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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