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Zehnjähriges Mädchen stirbt an Aids wegen verweigerter Behandlung

Von   /  1. September 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Das staatliche Ermittlungskomitee untersucht den Todeshergang eines zehnjährigen Mädchens, das am 26. August in einer Petersburger Kinderklinik an Aids starb. Wie bekannt wurde, konnte das Mädchen erst sehr spät behandelt werden, weil sich die Eltern aus religiösen Gründen kategorisch gegen eine Therapie wehrten.

Das Kind war 2014 adoptiert worden, es war beim städtischen Zentrum zur Aidsbekämpfung registriert, und seine Adoptiveltern wussten über seine HIV-Infektion bescheid. Zunächst war der Gesundheitszustand des Kindes normal, doch vor zwei Jahren begann er sich deutlich zu verschlechtern, und die Experten empfahlen den Eltern eine Antiretrovirus-Therapie (ART).

Stattdessen unterzogen diese das Mädchen in Deutschland einer alternativen Heilmethode. 2016 wurden sie gerichtlich dazu gezwungen, eine ART-Therapie vorzunehmen, und nach einem Krankenhausaufenthalt ging es dem Mädchen besser. Zuhause unterbrachen die Adoptiveltern jedoch wiederum die angeordnete Behandlgung – aus religiösen Gründen.

Aktivisten des Aids-Zentrums alarmierten die zuständigen Stellen, aber als man schliesslich eine Zwangsbehandlung einleitete, war das Imunsystem des Kindes schon so geschwächt, dass es in der Notfallabteilung starb. Schon im April war in Tjumen ein HIV-infiziertes Kind gestorben, dessen Eltern zu den so genannten „Aids-Dissidenten“ gehören. Diese Bewegung verbreitet die Meinung, Aids existiere nicht und sei lediglich eine „Erfindung“ der Pharma-Konzerne, um Geld zu verdienen. In Russland, wo das Thema Aids generll tabuisiert wird haben die „Aids-Dissidenten“ besonders viele Anhänger.

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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