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Wirtschaftskrise: Litauen spart an Diplomaten und Vertretungen

Von   /  26. August 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Finanzkrise verschont auch das lettische Außenministerium nicht: Vilnius erwägt die Schließung von drei bis zwölf Auslandsvertretungen. Wie das Info-Portal „Lrt.lt“ unter Berufung auf den Außenminister Vygaudas Usackas berichtet, ist dieser Schritt mit einer Finanzierungskürzung für das nächste Jahr verbunden.

Momentan hat Litauen 32 Botschaften bzw. Konsulate im Ausland und sieben Vertretungen bei internationalen Organisationen. In 36 Ländern werden die Interessen des Landes durch Honorarkonsule vertreten.

„Wenn die Finanzierung auf 110 Millionen Lit (31,9 Millionen Euro) gekürzt wird, werden wir höchstens 20 Vertretungen belassen können“, zitiert das Portal den Außenamtschef. „Eine derart geringe Anzahl wird aber ganz bestimmt den Interessen der litauischen Bürger schaden. Wir erwägen derzeit die Möglichkeit, drei bis 12 Vertretungen zu schließen.“

Litauen tief in der Krise

Für eine normale Arbeit braucht das Ministerium mindestens 150 Millionen Lit (43,5 Millionen Euro). Selbst bei einem solchen Finanzierungsumfang sind Personalkürzungen jedoch unvermeidlich, so der Minister.

Litauen macht den stärksten Wirtschaftsrückgang seit 1995 durch. Nach Angaben der EU-Kommission hat das Haushaltsdefizit Litauens im vergangenen Jahr 3,2 Prozent betragen, in diesem Jahr soll es auf 5,4 und im nächsten auf acht Prozent steigen.

Bei ihren Bemühungen um eine Stabilisierung der Wirtschaft kürzte Litauens Regierung die Staatsausgaben für 2009 um mehr als eine Milliarde Euro. Zeitgleich mit einer Steuererhöhung wurden nahezu alle Steuervergünstigungen abgeschafft und die Ausgaben der staatlichen Einrichtungen des Landes radikal gekürzt.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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