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Russlands Orthodoxe Kirche exkommuniziert Journalisten wegen Kritik an Nonnen

Von   /  19. August 2009  /  1 Kommentar

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rian.- Die Diözese von Pskow im russischen Nordwesten hat den Journalisten Oleg Dementjew wegen eines kritischen Artikels über die Nonnen des Spasso-Jeleasarowski-Klosters exkommuniziert.

„Angesichts der anhaltenden garstigen Verleumdung und wegen der satanischen Lüge gegen die Schwestern des Spasso-Jeleasarowski-Klosters, insbesondere gegen die Obere Jelisaweta (Beljajewa), wird Oleg Dementjew, Autor des Artikels ‚Das Wespennest unter goldenen Glocken‘, der in der Zeitung ‚Pskowski rubesch‘ vom 14. bis 20. Januar 2008 und in der Zeitung ‚Prawda‘ veröffentlicht wurde, … auf Beschluss des Diözesenrats von Pskow exkommuniziert und mit einem Bannfluch belegt“, heißt es auf der Website der Diözese.

Die Kirchenbehörde erläutert, dass eine verbannte Person kein Recht auf die Teilnahme an Sakramenten sowie auf eine Totenmesse und die Beerdigung auf einem orthodoxen Friedhof hat. Die orthodoxen Gläubigen müssen zudem eine solche Person meiden.

Die Diözese hat nach eigenen Angaben ihre Interessen nicht nur durch den Bannfluch, sondern auch vor einem Schiedsgericht verteidigt. Wie es weiter heißt, wurde der Journalist „auf Gerichtsbeschluss vom 14. April 2009 für schuldig befunden“. Der von ihm veröffentlichte Beitrag wurden als diffamierend bewertet. RIA Novosti liegt bislang kein Kommentar des Journalisten vor.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. maks sagt:

    Ob der gute Journalisten Mensch überhaupt weiss, das er in der Kirche war ? oder hat er erst mit dem Rauswurf davon erfahren ?

    Andernfalls gehts ihm wie allen Protestanten, Katholiken und Atheisten in St. Petersburg und Pskov und drumherum – Sie dürfen nicht bei den Orthodoxen mitbeten … als ich einmal als Begleitung meiner Frau eine Kerze in Andacht an einen lieben verstorbenes Famillienmitgliedt in einer orthodoxen Kirche anzünden wollte, fragte mich der Pope – ober der Verwandte den „orthodox“ war – ich antwortete wahrheitsgemäs das er Protestant war. – Da verbot er mir das anzünden …interessant dachte ich – wollte ich die Kerze doch nicht aus religiösen Gründen sondern aus Langeweile und dem „Herdentrieb“ heraus anfeuern …. Oops da ist ein Sack Reis in China umgefallen. Das scheint mir beinahe wichtiger. ;-)

    Religion als soziales Phänomen ist akzeptabel aber vom Glauben rate ich dennoch ab.

    Da halte ich es doch lieber mit Papst der Atheisten – dem Evolutionsbiologen Richard Dawkins, der verkürzt die Religion auf den Punkt gebracht hat: „Religion is a Mind Virus“.

    Ein Stück „information“ (z.B: DNA oder eine heiliges Buch oder ein Computervirus – alle funktionieren gleich ) das in andere Entitäten eindringt, diese besetzt, den ursprünglich Zweck abschaltet oder verfälscht und zur Reproduktion der schadhaften Information zwingt.

    Darum halte ich es für die erste Bürgerpflilcht – Kasperski im Kopf!

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