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Russland will Hubschrauberträger aus Frankreich mit „Spezialwaffen“ verstärken

Von   /  18. Februar 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Die russische Marine will die Hubschrauberträger Mistral, die aus Frankreich geliefert werden sollen, mit Flugabwehr-Raketen und anderen „Spezialwaffen“ verstärken.

Dies kündigte Marinechef Wladimir Wyssozki am Donnerstag  an. „Wir wollen Raketensysteme für Selbstverteidigung installieren, um den Schutz des Schiffes durch Luftabwehrsysteme zu verstärken. Auch sei das Anbringen von „Spezialwaffen“ aus russischer Produktion möglich. Die russische Marine wolle die Mistral-Schiffe im Bestand von Schiffsverbänden einsetzen.

Im vergangenen Jahr hatte Russland in Frankreich zwei Hubschrauberträger vom Typ Mistral bestellt. Zwei weitere Kampfschiffe dieses Typs sollen größtenteils in Russland angefertigt werden. Demnach soll Frankreich bis 2015 zwei Mistral-Schiffe für 1,2 Milliarden Euro bauen und an Russland liefern. Zugleich erhält Russland sämtliches Bauwissen für die Schiffe dieser Klasse.

Die Verhandlungen hatten viele Monate gedauert. Stein des Anstoßes war die Ausstattung des Kampfschiffes. Gestritten wurde vor allem um das Datenübermittlungs- und Gefechtsleitsystem SENIT 9 und das Befehlssystem SIC-21 für die Führung eines Flottenverbandes. Russland wollte die beiden Systeme gemeinsam mit dem Schiff samt Baulizenz kaufen. Frankreich wollte die wichtigen Anlagen zunächst nicht an die Russen übergeben, lenkte am Ende jedoch ein.

Ein Mistral-Schiff ist bei einer Wasserverdrängung von 21 300 Tonnen 210 Meter lang, 30 Meter breit und kann eine Geschwindigkeit von bis zu 19 Knoten erreichen. Die Besatzung besteht aus 160 Mann. Das Schiff kann 16 Hubschrauber, aber auch 13 Kampfpanzer oder 70 Fahrzeuge sowie eine 450-köpfige Landungstruppe aufnehmen. Russland will die Mistral-Schiffe mit je 16 Hubschraubern aus Eigenproduktion bestücken.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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