Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Ticker  >  Aktuelle Artikel

Russland antwortet auf Raketen in Polen mit Präzisionswaffen auf der Ostsee

Von   /  21. Januar 2010  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

rian,  Angesichts der geplanten Stationierung amerikanischer Patriot-Raketen an der polnisch-russischen Grenze will Russland seine Ostseeflotte verstärken und massiv mit Präzisionswaffen ausrüsten.  Das teilte ein ranghoher Sprecher der russischen Marine am Donnerstag RIA Novosti mit. Geplant sei eine Verstärkung mit Schiffen, U-Booten und Flugzeugen. Der Nachdruck werde dabei auf der Beschaffung neuer Korvetten mit weitreichenden Präzisions-Flügelraketen an Bord liegen.

Außerdem soll die Flotte neue Diesel-U-Boote, unter anderem der Lada-Klasse, erhalten, die ebenfalls mit hochpräzisen Raketen ausgerüstet seien, so der Sprecher. Ihm zufolge werde die Ostsee-Flotte in den kommenden fünf bis sieben Jahren den Schwerpunkt auf Präzisionswaffen legen. „Diese Situation erfordert eine Intensivierung des Schiffsbauprogramms“, sagte der Sprecher mit Blick auf die Raketenstationierung in Polen.

Laut einem im Dezember unterzeichneten Vertrag sollen in Polen schon im März US-amerikanische Patriot-Raketen stationiert werden. Ursprünglich war deren Aufstellung bei Warschau im Gespräch. Am Mittwoch bot Polen eine Ortschaft rund 100 Kilometer von der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad entfernt als Standort an.

Die U-Boot-Klasse 677 Lada wurde Ende vergangenen Jahrhunderts zur Bekämpfung von U-Booten und Überwasserschiffen sowie zum Küstenschutz und zur Aufklärung entwickelt.

Extra für diese Klasse wurde eine neue Kraftanlage entwickelt, die selbst bei Vollleistung praktisch geräuschlos arbeitet. Die U-Boote sind mit umweltfreundlichen Stromsystemen ausgestattet sowie mit neuen Navigationssystemen, die unter Einsatz von Raumfahrttechnologien gebaut wurden und bei einer Masse von nur 50 kg eine schnelle und präzise Zielerfassung ermöglichen.

Jedes U-Boot ist bei einer Wasserverdrängung von 1765 Tonnen (aufgetaucht) 67 Meter lang und 7,1 Meter breit. Die Höchstgeschwindigkeit unter Wasser beträgt 21 Knoten. Bei einer maximalen Tauchtiefe von 300 Metern kann die 35-köpfige Besatzung 45 Tage lang unter Wasser bleiben. Die „Ladas“ sind ist im Vergleich zu ihren ausländischen Konkurrenten 212 (Deutschland) und Scorpene (Frankreich, Spanien) billiger und mit stärkeren Waffen ausgestattet.

Sie werden in der Werft Admiraltejskije Werfi in Sankt Petersburg gebaut. Insgesamt sollen dort 50 U-Boote dieser Klasse vom Stapel laufen. Das erste U-Boot, die B-585 „Sankt Petersburg“ ist bereits 2004 gebaut worden und wird seitdem getestet.

    Drucken       Email
  • Veröffentlicht: 8 Jahren vor auf 21. Januar 2010
  • Von:
  • Zuletzt geändert: Januar 21, 2010 @ 4:37 pm
  • Rubrik: Ticker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Entführung eines Homosexuellen nach Tschetschenien verhindert

mehr…