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Russischer Wetterdienst erklärt „extrem hohe Radioaktivität“ für „ungefährlich“

Von   /  23. November 2017  /  Keine Kommentare

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spn.- Im Streit um die Ursache erhöhter Radioaktivität sorgt der russische Wetterdienst Rosgidromet mit widersprüchlichen Angaben für Verwirrung. Zwar berichtet die Behörde von einer „extremen Belastung“ durch das radioaktive Ruthenium in mehreren Landesteilen, beschwichtigt aber zugleich: Die Konzentration sei ungefährlich und geringer als in der EU.

In mehreren Regionen Russlands sei Ende September 2017 Oktober eine „extrem hohe Belastung“ mit Ruthenium-106 (Ru-106) festgestellt worden, teilte Rosgidromet in einem Bericht mit. Demnach war die Ru-106-Konzentration, die in der Woche vom 25. September bis 1. Oktober in Argajasch (rund 40 km nördlich der Ural-Metropole Tscheljabinsk) gemessen wurde, 986 mal höher als im gleichen Zeitraum des Vormonats. In der etwas nördlich gelegenen Ortschaft Nagorny sei eine 440-fache Erhöhung registriert worden.

Im selben Bericht schreibt Rosgidromet, die registrierten Ru-106-Konzentrationen lägen, auch wenn sie eine „extrem hohe Belastung“ darstellen würden, weit unter den erlaubten Durchschnittswerten, die „20- bis 40mal“ höher seien. Rosgidromet-Chef Maxim Jakowenko beteuerte am Dienstag: „Es gibt keine Gefahr“. Die nachgewiesen Mengen hätten die erlaubten Grenzwerte „tausendfach unterschritten“. Selbst in Rumänien sei die Radioaktivität „eineinhalb bis zweifach höher“ gewesen.

Ein Sprecher der russischen Atomenergiebehörde Rosatom ließ seinerseits wissen, in den russischen Atomanlagen habe es keine Pannen und keine Vorfälle gegeben, die zu erhöhten Ruthenium-Werten hätten führen können. Anfang Oktober hatte das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) von ungefährlich geringen Mengen von Ruthenium-106 in Deutschland, aber auch in Italien und Österreich berichtet. BfS-Fachleute vermuteten, dass die Quelle im südlichen Ural liegen könnte. Die russische Atomenergiebehörde Rosatom wies diese Mutmaßung als falsch zurück.

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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