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Russischer Protest gegen neues Sprachengesetz in Lettland

Von   /  16. April 2018  /  Keine Kommentare

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eva.- Das Parlament in der lettischen Hauptstadt Riga hat mit einer deutlichen Mehrheit ein neues Sprachengesetz gutgeheissen, das den russischsprachigen Unterricht weitgehend verdrängt. Bis 2022 wird Lettisch stufenweise als obligatorische Unterrichtssprache bei 80 Prozent der Fächer eingeführt. Nur Russisch und Russische Literatur wird weiterhin auf Russisch gehalten.

Diese neue Regelung gilt auch für die Schulen der russischen Minderheit, die rund 40 Prozent der zwei Millionen LettInnen ausmachen. Sie meldete sich mit lautstarker Kritik zu Wort. Unter anderem sagte der russischstämmige Rigaer Bürgermeister Nil Uschakow, das neue Gesetz sein riesiger Fehler und eine Provokation, welche die Qualität der Ausbildung und Stabilität im Land schade.

Die russische Regierung protestierte gegen das neue Gesetz, dass in ihren Augen eine Diskriminierung darstellt. Ausserdem will sich Russland bei der OSZE beschweren und hat mit Sanktionen gegenüber Lettland gedroht.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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