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Putin gratuliert Finnen zur hundertjährigen Unabhängigkeit

Von   /  28. Juli 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Präsident Putin besuchte am 27. Juli, vor seiner Teilnahme am Petersburger Flottentag, seinen finnischen Amtskollegen Sauli Niinistö. Sein Besuch wurde mit grossem Aufwand vorbereitet, unter anderem übte die Präsidentenmaschine die Ankunft mit 50 Landeanflügen, schreibt Newsru.com Auch die Sicherheitsmassnahmen waren massiv, obwohl Putin erfreut äusserte, dass ihm Leute aus der Bevölkerung zugewinkt hätten, trotz der Empfehlung nicht an die Fenster zu gehen.

Dieser zehnte Besuch Putins bei Russlands nördlichen Nachbarn verlief insgesamt in entspannter Atmosphäre. Putin gratulierte den Finnen zum Hundert-Jahre-Jubiläum ihrer Unabhängigkeit von Russland, besuchte eine Aufführung von Tschaikowskys Oper „Jolanta“ in Savonlinna und unternahm eine Schifffahrt auf dem Saimaa-Kanalsystem unweit der russischen Grenze.

Dabei wurden in erster Linie bilaterale Angelegenheiten besprochen, unter anderem die russisch-finnische Zusammenarbeit bei der Beseitigung der Mülldeponie „Krasny Bor“ bei St. Petersburg. Umweltschützer hatten bereits mehrmals Alarm geschlagen, als Giftstoffe durch Regen- oder Schmelzwasser freigeschwemmt wurden. Da sich die Deponie unweit der finnischen Bucht befindet, zeigten sich die Finnen besorgt und boten ihre Unterstützung bei der Beseitigung dieser ökologischen Zeitbombe an.

Ausserdem wurden drei Abkommen unterschrieben: ein erneuertes Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen dem russischen Unternehmerverband und dem Zentralverbrand des Geschäftslebens Finnlands, ein Kooperationsabkommen zwischen der Skolkowo-Stiftung und der finnischen Förderagentur für Technologie und Innovation TEKES sowie das Regierungsabkommen über die Beförderung gefährlicher Güter im direkten internationalen russisch-finnischen Eisenbahnverkehr“.

Trotz des regionalen Charakters von Putins Besuch, kam man auch auf die weltpolitische Situation zu sprechen – insbesondere auf die amerikanische Sanktionspolitik. Russland verhalte sich sehr ruhig und zurückhaltend, meinte Putin. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt würde man eine Antwort geben müssen, denn es sei unmöglich, diese Art von Frechheit ewig zu tolerieren.“

www.fontanka.fi

www.newsru.com

www.sputniknews.com

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Schmelzwasser macht Deponie “Krasny Bor” zur giftigen Zeitbombe

Deponie „Krasny Bor“ gerät wegen mutmasslischer Gewässerverschmutzung und verschwundener Gelder ins schiefe Licht

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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