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Protestkundgebungen der Kommunisten und Antifaschisten

Von   /  5. April 2009  /  Keine Kommentare

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rian/eva.- Russische Kommunisten haben am Samstag in St. Petersburg und Moskau Protestkundgebungen durchgeführt. Das Meeting vor dem beschädigten Lenin-Denkmal am Finnländischen Bahnhof in St. Petersburg wurde zu Beginn von einer Provokation überschattet.  Eine Gruppe junger Leute warf Flugblätter mit einer Karikatur von KP-Chefs Gennadi Sjuganow und der Aufschrift „Kommunismus ist die Pest Russlands“. Die Ordnung wurde jedoch von den Sicherheitskräften schnell wieder hergestellt.

Die Kommunisten – etwa einige hundert Menschen – protestierten gegen „unzureichende Handlungen der russischen Regierung bei der Überwindung der Folgen der globalen Krise“. Zudem warfen sie den Behörden die fehlende Bereitschaft vor, Revolutions- und Lenin-Gedenkstätte zu schützen. In der Nacht zum Mittwoch hatte eine von Unbekannten gelegte Sprengladung ein großes Loch im Hinterteil des 1926 gebauten bronzenen Lenin-Monuments gerissen.

Am selben Tag protestierten die Antifaschisten auf dem Newski Prospekt, um gegen die Verhaftung von 18 Mitgliedern am vergangenen Sonntag zu protestieren. Diese war ihrer Ansicht nach ungerechtfertigt, weil sich alle friedlich verhalten hätten  und es zu keinerlei Gewalttaten gekommen sei. Von einer Massenschlägerei, von der die Polizei gegenüber den Medien berichtet hatte, könne keine Rede sein.

Am letzten Sonntag war das Festival gegen Rassismus und Xenophobie mit einer Filmvorführung im Kinozentrum „Rodina“ zu Ende gegangen. Nachdem sich vor dem Kino eine Gruppe Rechtsradikaler versammelt hatte,  hatte die Polizei eingegriffen und nach dem Film auch mehrere Antifaschisten festgenommen.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Lenin mit Loch – Anschlag auf ein Denkmal

Massenschlägerei im Stadtzentrum

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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