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Per Taxi an falsche Adresse gebracht und erfroren

Von   /  19. Dezember 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Im Petersburger Vorort Raikusi ist am 15. Dezember ein 77-jähriger Mann erfroren, weil ihn das Taxi wegen eines Navigator-Fehlers an der falschen Adresse absetzte. Der tragische Tod hätte verhindert werden können, hätte sich das Callcenter des Taxidienstes nicht geweigert, der Tochter des Opfers und der Polizei den Kontakt des Taxifahrers bekannt zu geben.

Lew Gridjuschko wurde von seiner Tochter Natalia nach einer Untersuchung in einer Petersburger Poliklinik in ein Taxi der Firma „Taxi Veset“ gesetzt, um an die Adresse Saretschnaja uliza in Innolovo gebracht zu werden. Das Taxi fuhr um 19.00 los und meldete eine Dreiviertelstunde später, dass der Fahrgast an der korrekten Adresse abgesetzt worden sei.

Doch kurz darauf erfuhr Natalia, dass ihr Vater nicht zuhause eingetroffen sei und versuchte verzweifelt herauszufinden, was passiert war. Doch beim Callcenter weigerte man sich, sie mit dem Taxifahrer zu verbinden und verwies sie an den Beschwerde-Dienst, wo sie ebenfalls keine Informationen bekam.

Sogar der daraufhin alarmierten Polizei gelang es erst am nächsten Tag, den Fahrer zu kontaktieren und mit ihm an den Zielort zu fahren, der zwar ebenfalls an der Saretschnaja uliza lag, jedoch im Dorf Raikusi. Nicht weit von der Stelle wurde die Leiche des Vermissten gefunden. Wie sich herausstellte, existierte im Yandex-Navigator-Programm, das der Taxifahrer benutzte nur diese eine Adresse – was zu einem tödlichen Irrtum führte.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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