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Oppositioneller Ildar Dadin aus Strafkolonie entlassen

Von   /  28. Februar 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Der Moskauer Oppositionelle Ildar Dadin wurde am 26. Feburar, erst vier Tage nach dem Entscheid des Obergerichts in Moskau aus der Strafkolonie im Altai-Gebiet entlassen. Ein Spezialkurier brachte den Freilassungsentscheid schriftlich in die Kolonie.

Dadin war 2015 wegen der mehrmaligen Teilnahme an ungenehmigten Protestaktionen zu drei Jahren Haft verurteilt worden – später wurde die Haftzeit auf zweieinhalb Jahre verkürzt. Er war die erste und bisher einzige Person, auf die das neue Gesetz angewendet wurde, das von Menschenrechtlern im In- und Ausland kritisiert worden war.

Im Herbst 2016 gelangte ein Brief Dadins an die Öffentlichkeit, in dem er von systematischen Misshandlungen in der karelischen Strafkolonie berichtete, in der er einsass. Der Brief erregte grosses Aufsehen, und die Ermittlungen der Strafvollzugsbehörde bestätigten die Misshandlungen Dadins. Im Februar wurde seine Verurteilung schliesslich annulliert, womöglich wird das Gesetz gänzlich abgeschafft.

Dadin dankte nach seiner Freilassung allen, die ihn unterstützt hatten. „Meine Frau sagte manchmal, es gäbe in Russland keine Zivilgesellschaft, doch wenn sie nicht existieren würde, gäbe es mich wahrscheinlich nicht mehr, sagte er. Er verdanke sein Leben den aufrechten Menschen in Russland und würde sich weiter für Demokratie und Menschenrechte in Russland einsetzen. Ausserdem will Dadin gegen den Direktor der Strafkolonie in Karelien gerichtlich vorgehen.

www.newsru.com

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Politaktivist Ildar Dadin berichtet von Folter und Prügel in karelischer Strafkolonie

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  • Veröffentlicht: 2 Jahren vor auf 28. Februar 2017
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  • Zuletzt geändert: Februar 28, 2017 @ 5:24 pm
  • Rubrik: Ticker

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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