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Neue Giftmülldeponie im Leningrader Gebiet

Von   /  17. Februar 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- In der Nähe von Kingisepp im Leningrader Gebiet hat eine neue Giftmülldeponie ihre Tätigkeit aufgenommen, schreibt „Delovoi Petersburg“. Das rund 3,5 Hektaren grosse Gelände gehört dem Mineraldünger-Fabrikanten „Fosforit“, einer Tochterfirma der „Evrochim“. Wie Aufnahmen eines Quadrokopters zeigen, ist die Deponie offenbar für Giftmüll vorgesehen, da die Grube mit einer speziellen Beschichtung ausgestattet wurde, die das Versickern giftiger Flüssigkeiten verhindern soll. Auf den Aufnahmen ist ebenfalls zu sehen, dass die Müllhalde bereits erste Fuhren aufgenommen hat.

Umweltschützer und Bewohner der Region bereiten eine Gerichtsklage vor, weil vor der Inbetriebnahme der Deponie weder eine Umwelt-Expertise, noch öffentliche Anhörungen durchgeführt wurden, die das Gesetz vorschreibt. Trotz allem besitzt die Mülldeponie bereits seit Oktober eine Betriebslizenz.

Es wird vermutet, dass „Fosforit“ bereits bei der Erweiterung ihres Betriebsgeländes vor Jahren die Einrichtung einer Mülldeponie vorgesehen hatte, da die Giftmüllentsorgung ein einträgliches Geschäft ist. Gleich in der Nachbarschaft befindet sich schon eine Deponie des Leningrader Gebiets, deren Lizenz bereits abgelaufen ist, die aber offensichtlich weiterhin weiter benutzt wird.

Die Anwohner befürchten, dass sich die Deponien schon bald zu einem neuen „Krasni Bor“ entwickeln könnte. So heisst die Deponie bei Petersburg, die schon mehrmals durch Austritte von Gift in angrenzende Gewässer und toxischem Rauch bei Bränden in die Schlagzeilen geraten ist und von Umweltschützern als ökologische Zeitbombe bezeichnet wird.

www.dp.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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