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Neonazi aus St. Petersburg in norwegischer Untersuchungshaft

Von   /  28. September 2010  /  Keine Kommentare

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rian.- Der russische radikale Nationalist und Free-Fight-Kämpfer Wjatscheslaw Dazik, der aus einer psychiatrischen Klinik in Petersburg geflüchtet und vergangene Woche in Norwegen wegen illegalem Waffenbesitz festgenommen worden war, ist für die Zeit des Ermittlungsverfahrens für vier Wochen in Gewahrsam genommen worden.

Die norwegische Polizei hatte auf Anfrage der russischen Botschaft offiziell mitgeteilt, dass der russische Bürger Wjatscheslaw Dazik, geboren 1980, festgenommen worden sei. Nach Angaben der Botschaft hatte sich Dazik selbst bei der Polizei gemeldet, um einen Antrag auf Asyl in Norwegen zu stellen.

Die norwegische Polizei hat bei der Festnahme von Dazik insgesamt sechs Waffen, darunter eine Schrotbüchse und eine Pistole, sichergestellt. Laut Medienangaben ist Dazik Anhänger der nationalistischen Organisation „Slawische Union“. Er war im Jahre 2007 wegen Verdachts auf mehrere Plünderungen von Mobilfunk-Geschäften in Sankt Petersburg festgenommen worden. Dazik wurde späterhin von der gerichtlichen Verantwortung befreit und zwangsweise in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, aus der er flüchtete.

Laut der russischen Botschaft wurden am vergangenen Mittwoch weitere zwei Männer, ein Russe und ein vermutlicher Este, festgenommen. Die beiden in Norwegen lebenden Männer stehen im Verdacht, Kontakte zur osteuropäischen Neonazibewegung zu unterhalten.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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