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„Münzenstreit“ zwischen Russland und seinen Nachbarn

Von   /  5. Oktober 2016  /  Keine Kommentare

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spn.- Die Zentralbank der Ukraine hat zum Gedenken der Zwangsumsiedlung der Krim-Tataren 1944 eine spezielle Münze herausgegeben, wie das Nachrichtenportal „lenta.ru“ berichtet. Auf der neuen Münze ist die Halbinsel auf Eisenbahnrädern dargestellt. Seit Mai dieses Jahres ist die limitierte Gedenkmünze aus Neusilber im Wert von 5 Hrywnja (umgerechnet etwa 20 Eurocent) bereits im Umlauf und schon jetzt ein Sammlerobjekt. Die Auflage beträgt 30.000 Stück.

Zudem hat die ukrainische Notenbank 2.000 Silber-Münzen zur selben Thematik im Wert von 10 Hrywnja herausgegeben. Indes bringt Russlands Zentralbank eine Münzserie heraus, die denjenigen europäischen Staaten gewidmet sein soll, die die Rote Armee von den Faschisten befreite. Auf den Münzen werden die Wahrzeichen von Belgrad, Berlin, Bratislava, Budapest, Bukarest, Chisinau, Kiew, Minsk, Prag, Riga, Tallinn, Warschau, Wien und Vilnius abgebildet sein.

Das Außenministerium Litauens erklärte daraufhin, Russland sei „zur historischen Wahrheit über die sowjetische Besatzung“ nicht bereit. Die russische Zentralbank kommentierte die negative Reaktion des litauischen Außenministeriums auf die neue Münzausgabe, die unter anderem die Befreiung Vilnius durch die Sowjetarmee thematisiert: „Keine geopolitischen Veränderungen, die sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ereignet haben, können die unbestrittene Bedeutung des Sieges über den Faschismus für alle Völker Europas und der Welt in Frage stellen“, so ein Sprecher der Notenbank. „Und eben diesem Sieg ist die Gedenkmünzenserie der russischen Zentralbank gewidmet.“

Die Massendeportation der Krim-Tataren wurde von der Sowjetführung im Jahr 1944 befohlen. Im April 2014, nach dem Anschluss der Krim an Russland, hat der russische Präsident Wladimir Putin die Rehabilitation der Krim-Tataren und anderer Völker der Halbinsel, die von Repressionen betroffen waren, angeordnet.

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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