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Marinechef Wladimir Wyssozki wegen Befehlsverweigerung entlassen

Von   /  14. Mai 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Amtsenthebung des Oberbefehlshabers der russischen Kriegsmarine, Admiral Wladimir Wyssozki, war wegen der Vernachlässigung der Anweisung des Generalstabs und des Verteidigungsministeriums erfolgt, den Hauptstab der russischen Kriegsmarine nach Sankt Petersburg zu verlegen.

Dies teilte ein hochrangiger Offizier des Generalstabs am Samstag RIA Novosti mit. Admiral Wyssozki war durch einen Erlass des Präsidenten vom 6. Mai seines Amtes enthoben, jedoch nicht aus dem Armeedienst entlassen worden.

„Wyssozki zog nicht nach Sankt Petersburg um. Das ist der Hauptgrund seiner Absetzung“, so der Mitarbeiter des Generalstabs. Die feste Haltung des Admirals zu dieser Frage verdiene zwar Respekt, der neue Marinebefehlshaber werde aber den Stab nach Sankt Petersburg verlegen müssen, hieß es.

Mit dem gleichen Präsidentenerlass vom 6. Mai war der Vizeadmiral Viktor Tschirkow zum neuen Oberbefehlshaber der russischen Kriegsmarine ernannt worden. Nach Expertenschätzungen liegen die Kosten des Umzugs des Hauptstabs der Kriegsmarine aus Moskau nach Sankt Petersburg bei 40 bis 50 Milliarden Rubel (1 Euro = ca. 40 Rubel) in den Preisen von 2008.

Die Kosten seien unter Berücksichtigung des Baus eines geschützten Kommandostands im Raum von Sankt Petersburg berechnet worden, so der Gesprächpartner. Ihm zufolge zählte der Hauptstab 2008 rund 1000 Mitarbeiter.

Im Grunde genommen trat Wyssozki nicht gegen einen Umzug auf. „Er bestand aber auf einem richtigen, nicht übereilten und gut durchdachten Umzug“, hieß es. Außerdem mussten noch ein Verwaltungssystem entwickelt und Fragen der sozialen Versorgung von Offizieren und Admiralen geregelt werden, fügte er an.

Die Initiative des Generalstabs und des Verteidigungsministeriums, den Marinestab aus Moskau nach Sankt Petersburg zu verlegen, war 2008 mit der Begründung entstanden, dass sich in Petersburg  die wichtigsten Forschungs-, Bildungs- und Industriezentren befinden, die mit der Kriegsmarine verbunden sind. Es sind unter anderem die Kriegsmarine-Akademie Kusnezow, die Konstruktionsbüros Rubin und Malachit sowie die Schiffsbaufabriken Sewernaja Werf (Nordwerft) und Baltijski Sawod (Baltisches Werk).

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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