Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Ticker  >  Aktuelle Artikel

Lettlands Regierung distanziert sich von Aufmärschen der SS-Veteranen

Von   /  13. April 2009  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

rian.- Die Aufmärsche der ehemaligen SS-Legionäre, die jährlich in Lettland stattfinden, werden nicht von der Regierung organisiert. Das sagte der lettische Außenminister Maris Riekstins in einem Interview für RIA Novosti. „Die Regierung organisiert nicht die Aufmärsche der ehemaligen Soldaten der lettischen Legion Waffen SS. Auch unterstützt sie keine radikalen Organisationen, die aus diesen Aufmärschen politische Profite zu schlagen versuchen“, äußerte Riekstins. „Doch die Regierung kann den Menschen nicht verbieten, am Freiheitsdenkmal Blumen niederzulegen und der Gefallenen zu gedenken.“

„Die Regierung sieht ihre Aufgabe darin, den Menschen eine freie Meinungsäußerung zu ermöglichen und Ordnung sicherzustellen, damit niemand zu Schaden kommt“, sagte der Minister.  Die lettische Legion der Waffen-SS hatte im Zweiten Weltkrieg auf der Seite der Wehrmacht gegen die Rote Armee, unter anderem bei Leningrad (jetzt Sankt Petersburg) gekämpft. Die Legion war auf Befehl von Reichsführer-SS Heinrich Himmler aufgestellt worden und zählte rund 150 000 Soldaten.

Märsche der früheren SS-Legionäre finden seit 1994 in der lettischen Hauptstadt Riga statt. Bis 2001 galt der 16. März, der Gründungstag der lettischen SS-Legion, als Staatsfeiertag, bevor er auf Anregung der damaligen Präsidentin Vaira Vike-Freiberga als staatliche Feier gestrichen wurde. 2005 endete der Marsch der Legionäre mit gewaltsamen Ausschreitungen, nachdem mehrere Antifaschisten die Straße blockiert hatten. Dutzende Menschen wurden festgenommen. 2006 und 2007 endeten die Umzüge ebenfalls mit einer Straßenschlacht.

www.rian.ru

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Admiratltesky Werft erhält Auftrag zum Bau von 9 Fishtrawlern

mehr…