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Kriegsschiff beschießt versehentlich Datschensiedlung bei St. Petersburg: Keine Opfer

Von   /  30. Mai 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Das kleine U-Boot-Jagdschiff MPK-192 der russischen Ostsee-Flotte hat am Donnerstag aus Versehen eine Schrebergartensiedlung nahe Wyborg bei St. Petersburg beschossen. Menschen wurden dabei nicht verletzt, teilte die russische Marine gestern mit. Ihr zufolge hatte das Schiff Artillerieschießen geübt, als versehentlich eine Salve auf die Siedlung abgefeuert wurde. In die betroffene Ortschaft sei eine Kommission entsandt worden, die nach Geschosssplittern suche.

Wie RIA Novosti aus einer Quelle im Stab der Marinebasis Leningradskaja erfuhr, wird die Besatzung der MPK-192, die am Donnerstag im Stützpunkt Kronstadt eingetroffen war, derzeit von Ermittlern aus der Militärstaatsanwaltschaft vernommen.

Der Verwalter der betroffenen Ortschaft Poljanskoje, Wassili Koslow, teilte RIA Novosti indes mit, dass rund 800 Gartengrundstücke unter Beschuss geraten waren. Ein Splitter habe eine Autoscheibe zerstört. Ansonsten gebe es keine Sachschäden.

Laut Augenzeugenberichten hat es insgesamt neun bis 15 Schüsse gegeben. Es sei ein richtiger Hagel aus kleinen Metallsplittern gewesen, erzählte der Vorsitzende der Schrebergartensiedlung, Juri Michailow. „Menschen suchten in den Kellern Schutz. Ein Mann, der mit seinem Enkel spazierte, musste das Kind mit dem eigenen Körper abdecken.“ Der größte Splitter sei elf Zentimeter lang gewesen.

Das kleine U-Boot-Jagdschiff MPK-192 ist mit einer 30-mm-Gatling-Kanone vom Typ AK-630 mit sechs Rohren ausgestattet, die bis 5 000 Schüsse pro Minute abgibt und unter anderem zur Bekämpfung von Luftzielen dient.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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