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Von   /  2. Juni 2009  /  1 Kommentar

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mm, rian:  Wenige Tage vor dem Internationalen Getreideforum in St. Petersburg meldet der ehemalige Landwirtschaftsminister Russlands und aktueller Gouverneur des Woronescher Gebiets, Alexej Gordejew die mögliche massive Steigerungen des Expors von Futter- und Brotgetreide für den Weltmarkt. Die Ausfuhr soll von 18 Millionen Tonnen in diesem Jahr auf mindestens 40 Millionen Tonnen gesteigert werden können.

Im laufenden Landwirtschaftsjahr (vom 1. Juli 2008 bis zum 30. Juni 2009) soll Russland laut offizieller Prognose des Landwirtschaftsministeriums 18 bis 19 Millionen Tonnen Getreide ausführen und somit den russischen Rekord von 2002/2003 (15,8 Millionen Tonnen) schlagen. Im vorigen Landwirtschaftsjahr hatte Russland insgesamt 13,6 Millionen Tonnen Getreide auf den Weltmarkt geliefert.

„In den letzten Jahren gehört Russland stabil zu den größten Getreideproduzenten, vor allem bei Brotweizen. Dabei ist unser Potenzial durchaus nicht erschöpft. Wir könnten die Produktion von Futter- und Brotgetreide für den Weltmarkt ungefähr um 40 bis 45 Millionen Tonnen erhöhen, wenn wir die eigenen Ressourcen und neue Agrartechnologien nutzen würden“, so Gordejew.

Unter den Hauptproblemen der Branche nannte er die unzureichende Technisierung der Agrarproduktion und fehlende Verwendung von Hochtechnologien. Zudem hätte sich nach seinen Worten noch kein stabiler Absatzmarkt für Russlands Getreide herausgebildet. Russland müsste entsprechende Erfahrungen solcher Länder wie die USA, Kanada und Australien übernehmen.

Als ersten Schritt in dieser Richtung erwähnte der Ex-Minister die Bildung eines Russischen Getreidekonzerns, der zum Hauptexporteur von Getreide und einem konkurrierenden Partner für führende internationale Unternehmen werden solle.

Er verwies auf die Notwendigkeit, die Qualität der russischen Getreideproduktion zu erhöhen. „Wir müssen davon ausgehen, dass Russland eben eine Getreide ausführende Großmacht ist“, fügte er an.

Alexej Gordejew betonte, dass das Weltgetreideforum in Sankt Petersburg ein Ereignis von Großformat sei. „Das Forum ist nicht nur unter wirtschaftlichem Aspekt attraktiv, sondern auch unter politischem, weil es dort um die Lösung solcher globaler Probleme geht wie die Lebensmittelsicherheit, die Hungerbekämpfung und die Überwindung der Krise“, sagte er.

Im Kontext der Lebensmittelsicherheit in einem beliebigen Land spiele das Getreide eine Schlüsselrolle, weil es die Lebensmittelbasis festige und in vieler Hinsicht die Fleisch- und Milchproduktion mitpräge.

In der Zukunft werde das Getreide zweifellos auch für die G8 zu einer strategischen Frage.

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1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Ein Getreidekonzern ? Ein Syndicat oder eine Getreide Opec? Ein Getreide Gasprom ?
    Die Lösung durch Zusammenschluss wie sie die genossenschaftlichen Vereinigungen (oft nach Ihrem Protagonisten Friedrich Wilhelm Raiffeisen genannt) bieten, wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung. Ein Staatskonzern der schlecht funktioniert, weil Leitung, Inhaber und Produzenten nicht die gleichen Interessen verfolgen und nur ein paar mehr Frühstrücksdirektoren wohldotierte Posten verschafft, hilft den Bauern nicht wirklich.

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