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Gesundheits-Forum in St. Petersburg: Masern und Tuberkulose im Visier

Von   /  20. September 2010  /  Keine Kommentare

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2015 soll es laut der WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakob, keine Malaria-Kranken auf dem europäischen Kontinent mehr geben. „Eine gute Nachricht: Ich bin überzeugt, dass die europäische Region bis 2015 die Malaria völlig los wird. Außerdem erwarten wir, dass solche Erkrankungen wie Masern und einige andere fast völlig bekämpft werden“, sagte Jakob am Montag vor der Presse im Europäischen Forum medizinischer Vereinigungen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Sankt Petersburg.


Die Bedrohung durch eine multiresistente Form der Tuberkulose in Europa ist nach ihren Worten gegenwärtig immer noch sehr stark, die Bekämpfung der Tuberkulose sei eine der vorrangigen Aufgaben der Weltgesundheitsorganisation. Dem ehemaligen Chef-Phtisiologen Russlands, Mitglied der Akademie der medizinischen Wissenschaften, Prof. Michail Perelman, zufolge hat sich die Situation bei den Tbc-Erkrankungen in Russland in den letzten Jahren zwar etwas stabilisiert, ist jedoch noch immer angespannt.

Nach offiziellen Angaben entfallen auf je 100 000 Einwohner Russlands 82 bis 84 Tbc-Kranke.
„Das sind nur die registrierten Fälle, in Wirklichkeit sind es mehr, mindestens 90. Das ist eine hohe Kennziffer im Vergleich zu den Ländern Westeuropas“, sagte der russische Experte. Von einer akuten Form der Tuberkulose sind nach seinen Angaben gegenwärtig fast 300 000 Einwohner Russlands betroffen. Jährlich sterben 16 bis 18 von je 100 000 Einwohnern Russlands an dieser Krankheit.

Dabei habe sich die Zahl der Erkrankungsfälle an Tbc in den Haftanstalten wesentlich verringert, betonte Perelman. Nach seinen Worten war die Erkrankungshäufigkeit unter den Häftlingen vor der Übergabe der Haftanstalten an das Justizministerium (bis Ende 1998 waren sie dem Innenministerium unterstellt) wesentlich höher.

Dem Experten zufolge haben sich jedoch „vernünftige Menschen“ gefunden, die es in wenigen Jahren geschafft haben, die Situation zu verbessern. Die Zahl der Tuberkulose-Kranken in den Gefängnissen sei auf ein Drittel geschrumpft.
Im russischen Fernen Osten sei die Situation mit der Tuberkulose besonders schwer.

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  • Veröffentlicht: 8 Jahren vor auf 20. September 2010
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  • Zuletzt geändert: September 20, 2010 @ 6:32 pm
  • Rubrik: Ticker

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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