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„Generalkonsul“ von unbewohnter Insel in Petersburg verhaftet

Von   /  13. März 2018  /  Keine Kommentare

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eva.- Eine vierköpfige Fälscherbande, die fiktive Pässe und Führerscheine verkaufte, wurde am 6. März dingfest gemacht. Kopf der Bande war ein 64-jähriger Russe, der sich schon seit 2005 als Generalkonsul des „Königreichs der freien Insel ASPI“ ausgab. In dieser Funktion gelang es ihm sogar, eine Verkehrsbusse bei der Verkehrspolizei zu anullieren, weil er auf seine diplomatische Unantastbarkeit pochte.

Ab 2015 begannen er und seine Helfer aus Russland und Weissrussland Pässe und Führerscheine des Königreichs an nichtsahnende Gastarbeiter zu verkaufen. Der hübsche Pass im grünen Umschlag, für dessen Anfertigung eigens eine Druckerwerkstatt eingerichtet worden war, konnte zum Preis zwischen 15.000 bis 100.000 Rubel erworben werden.

Wer sich jedoch auf den Weg in seine neue Heimat machte, wurde spätestens an der Grenze enttäuscht und gezwungen, den Weltatlas zu studieren. Dort musste er erfahren, dass es sich beim Königreich seiner Träume um die kleine unbewohnte Koralleninsel „Birnie“ der kiribatischen Phoenixinseln handelt, die nur 1,2 km lang und 0,6 km breite ist und weder über einen Herrscher noch eine Hauptstadt verfügt. Bei der Hausdurchsuchung wurden neben der Druckpresse und -Vorlagen auch Waffen gefunden.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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