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Genehmigte Mai-Demonstration der Opposition in Petersburg gewaltsam aufgelöst

Von   /  12. Mai 2019  /  Keine Kommentare

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eva.- Ein Demonstrationszug der Opposition wurde am 1. Mai trotz Genehmigung gewaltsam von Polizei und Omon aufgelöst. Wie Newsru.com schreibt, wurden dabei rund 70 Personen vorübergehend festgenommen.

Unter den Festgenommenen befanden sich unter anderem der Stadtabgeordnete Maxim Reznik, der später wieder freigelassen wurde. Auch zwei Mitglieder der kremlkritischen Organisation „Offenes Russland“ wurden gepackt und in den Polizeibus geschleppt. Ein Fotojournalist wurde festgenommen und geschlagen.

Nach Aussagen des oppositionellen Stadtabgeordneten Boris Wischnewski besassen die Demonstranten eine eindeutige Genehmigung für eine politische Kundgebung und befanden sich auf der vorgesehenen Route. Doch bevor sie losmarschieren konnten, wurden vielen Teilnehmern kremlkritische Plakate abgenommen, obschon diese erlaubt waren.

Aber trotzdem skandierten die Protestanten Losungen wie „Putin ist nicht ewig!“ oder „Freie Wahlen für ein freies Petersburg!“ und trugen Banner mit der Aufschrift „Petersburg gegen Edra“ (womit die Kremlpartei „Einiges Russland“) gemeint ist. Doch schon nach kurzer Zeit wurde der Zug von der Polizei gestoppt, und die Festnahmen begannen.

Für Empörung sorgte auch die Brutalität, mit der die Polizisten vorgingen. Sie zogen die Fesgenommenen über den Asphalt und prügelten in vielen Fällen. Die Polizei begründete ihr Einschreiten mit Provokationen von Seiten der Demonstranten. Ein Video belegt jedoch, dass die Provokation von der Seite der Polizei her kam.

Laut Wischnewski war die Auflösung der Oppositionsdemo frühzeitig geplant. Als Hinweis führte er an, dass die Gerichte, welche Festgenommenen aburteilte trotz des Feiertags arbeiteten.

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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