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Empörung in Russland über mildes Urteil für deutschen Botschaftsangestellten H.

Von   /  18. November 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Russlands Außenministerium ist erstaunt über das milde Urteil für den deutschen Botschaftsmitarbeiter Thomas H., der in Moskau mit seinem Wagen zwei Jugendliche tödlich verletzt hatte. Dies geht aus der Erklärung des russischen Außenministeriums hervor, die auf der Webseite des Ministeriums veröffentlicht wurde.

Der Verkehrsunfall hatte sich in der Nacht zum 30. November 2008 im Südwesten von Moskau ereignet. Laut Polizeiangaben hatte H., Mitarbeiter der Schule bei der deutschen Botschaft, mit seinem Porsche Cayenne zwei Jugendliche angefahren. Die beiden Jungen erlagen ihren Verletzungen.

Ein Jahr Haft auf Bewährung

Nach Angaben des russischen Außenministeriums soll am 19. November 2009 die Gerichtsentscheidung der Stadt Münster in Kraft treten, laut der H. zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt wird und am Autounfall am 30. November 2008 für schuldig erklärt wird, der den Tod von zwei Bürgern Russlands zur Folge hatte.

„Wenn wir die schweren Folgen der Tat von H. in Betracht ziehen, dann löst die Entscheidung der deutschen Justiz Erstaunen und Empörung aus und kann nicht anders, als aus juristischer Sicht äußerst umstritten bewertet werden“, heißt es im Dokument.

Minimales Strafmass

Laut Russlands Außenministerium verhängte das Gericht der Stadt Münster die geringste Strafe, die die deutsche Gesetzgebung für solche Taten vorsieht. Dem Ministerium zufolge wurden die zuvor von H. begangenen groben Verletzungen der Straßenverkehrsordnung komplett außer Acht gelassen.

Im Schreiben des russischen Außenministeriums wird den Verwandten der Opfer das Beileid ausgesprochen. „Wir teilen Ihre Empörung bezüglich der Entscheidung des deutschen Gerichtes gegenüber dem Schuldigen an dieser Tragödie. Im Rahmen des vorliegenden juristischen Verfahrens und durch politische Kontakte mit der deutschen Regierung werden wir Gerechtigkeit anstreben“, heißt es im Schreiben.

www.rian.ru

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  • Veröffentlicht: 9 Jahren vor auf 18. November 2009
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  • Zuletzt geändert: Februar 10, 2010 @ 11:54 am
  • Rubrik: Ticker

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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