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Dekanin der Journalismusfakultät Schischkina entlassen

Von   /  6. März 2010  /  1 Kommentar

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eva.- Marina Schischkina, die Leiterin der Journalismusfakultät an der Staatlichen Universität St. Petersburg wurde von der Hochschulleitung entlassen. Als offizieller Grund werden Versäumnisse bei der Berufsausübung angegeben, wirklicher Anlass ist der Skandal um ihre Person, der im vergangenen Sommer ausgelöst worden war.

Damals hatte Schischkina öffentlich die Führungspolitik der Universität kritisiert, worauf ihr das Vertrauen entzogen wurde. Auslöser für ihrer Kritik war die Entlassung ihres Mann als Dekan der medizinischen Fakultät. Nach Studentenprotesten und Verhandlungen wurde ihre Entlassung vorderhand sistiert.

Im September 2009  fand in der Fakultät eine Hausdurchsuchung statt, weil Schischkina die Unterschlagung von Budgetgeldern vorgeworfen wurde. Die Dekanin wurde vorübergehend beurlaubt, ihre Gerichtsklage gegen den Entscheid der Universitätsleitung wurde abgewiesen.

www.fontanka.ru

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  • Veröffentlicht: 9 Jahren vor auf 6. März 2010
  • Von:
  • Zuletzt geändert: März 6, 2010 @ 5:59 pm
  • Rubrik: Ticker

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Ist das die Formel zum Kampf gegen die Korruption ?

    1. Schritt -> Mitarbeiter einer (halb) Staatlichen Organisation deckt Korruption und Misstände auf (uni, miliz (moskau), etc.)
    2. Schritt -> Wenn nicht direkt entlassbar kommt eben ein Baueropfer dran (z.B: der Ehemann)
    3. Schritt -> Ist genug im Dreck gewühlt bekommt der „Verräter“ die Quittung (Entlassung, Verleumdungsklagen etc. etc.) und wird damit beruflich und finanziell unter existenziellen Druck gesetzt.
    4. Schritt -> wenn die Medien zuviel Wind machen wird für eine Weile „eingelenkt“
    5. Schritt -> Dafür trifft die Betroffenen dann – wenn sich keiner mehr so recht erinnert – die ganze Macht des „Systems“ denn das vergisst nämlich nicht.

    Ein Wunder das dennoch immer wieder

    “Jeder der sich gegen den Staat ausspricht hat keine Schonfrist, Duldung oder Gnade zu erwarten“. Das ist keine Rache, das ist ein allgemeines Prinzip, kein Teil der Mentalität oder gar die persönliche Anordnung der Mächtigen, es entzieht sich jeglicher Analyse oder Überprüfung. Es ist “der Instinkt des Systems”. Gnade ist unnatürlich und kontraproduktiv.“ B.N. Strugatzki

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