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Brandanschlag auf Petersburger Filmatelier von „Matilda“-Regisseur

Von   /  1. September 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Am frühen Morgen des 31. August warfen Unbekannte mehrere Molotow-Cocktails ins Fenster des Petersburger Filmstudios „Lendok“ am Krjukow-Kanal. Der Brand konnte von der Feuerwehr innert weniger Minuten gelöscht werden. Eine Flasche schwärzte die Mauer des Gebäudes, eine zweite zerbrach ein Fenster und blieb im Rahmen stecken. Wäre sie ins Zimmer dahinter gelangt, das als Tonstudio und Vorführraum dient, so wäre der holzverkleidete Raum innert Kürze ausgebrannt, schreibt Fontanka.ru.

Im selben Gebäude befindet sich auch das Studio des Regisseurs Alexei Utschitel, Autor des skandalträchtigen Films „Matilda“, der diesen Herbst an die Öffentlichkeit gelangt. Es wird angenommen, dass der Anschlag durch Nationalisten verübt wurde, denn am 12. August hatte am Haus gegenüber ein Banner mit der Aufschrift „Für den Glauben, den Zaren und das Vaterland! Hände weg vom russischen Zaren – Utschitel“.

Der Film erzählt die Liebesgeschichte des letzten Zaren Nikolaus II mit der Ballerina Matilda Xeschinska und hatte schon Monate vor seiner Vorstellung für Schlagzeilen und landesweite Polemik gesorgt. Unter anderem hatte sich die Duma-Abgeordnete Natalia Poklonskaja für ein Verbot des Films eingesetzt, weil der Film angeblich das Andenken an den heiliggesprochenen Herrscher beschmutze. Trotz allem hatte der Film die Genehmigung für den landesweiten Verleih erhalten.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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