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Bernsteinkombinat Kaliningrad soll modernisiert werden

Von   /  9. Februar 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Das Bernsteinkombinat Kaliningrad (nordwestrussische Exklave) kann laut dem Chef des Rechnungshofes Russlands, Sergej Stepaschin, seine heutigen Probleme überwinden und sich zu einem Bernstein-Klondike hocharbeiten. 

„Die Produktion in dem Betrieb ist jetzt uneffektiv. Der einzigartige Standort des Kombinates sollte ihm zum Vorteil gereichen. Hier könnte ein Klondike für Bernstein geschaffen werden“, sagte Stepaschin am Mittwoch in Kaliningrad vor der Presse.

Der landesweit einzige Betrieb für Bernsteingewinnung befindet sich an der Ostseeküste, nahe der Wohnsiedlung Jantarny, wo nach Expertenschätzungen rund 90 Prozent der Weltvorräte an dem „Meeresgold“ lagern. Die regionalen Behörden haben wiederholt über die Probleme des zur Sowjetzeit gegründeten Kombinates gesprochen. 

Der Rechnungshof und andere Behörden führten in dem Unternehmen eine Prüfung durch, die im April abgeschlossen und auf deren Grundlage ein Bericht verfasst werden soll, so Stepaschin. Er bezeichnete es als notwendig, ein Sonderprogramm zur Entwicklung der Bernsteinbranche auszuarbeiten.

Im Januar 2012 war der Betrieb von der Liste der strategisch wichtigen Unternehmen gestrichen worden. In diesem Zusammenhang wurde die Möglichkeit seiner Überführung in den Zuständigkeitsbereich der regionalen Behörden oder seiner Privatisierung erwogen.

„Es geht nicht darum, den Betrieb zu privatisieren oder zu verkaufen, was die Betriebsbelegschaft befürchtet hat. Der Staat muss Hauptaktionär werden“, so Stepaschin.

Das Bernsteinkombinat wurde im Februar 1947 auf Beschluss der damaligen sowjetischen Regierung anstelle der früheren Bernsteinfabrik Königsberg gegründet. Die Bernsteinvorräte des Betriebes werden auf rund 300 000 Tonnen geschätzt. Das Kombinat hat im vorigen Jahr 342 Tonnen Rohbernstein gewonnen.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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