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Baltische Nachrichtenagenturen kündigen Verträge mit Sputnik

Von   /  3. März 2017  /  Keine Kommentare

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spn.- Leta und BNS haben einseitig ihre Verträge mit der russischen Agentur Sputnik aufgekündigt. Die beiden baltischen Nachrichtenagenturen wollen ab dem 1. März Sputnik keine Inhalte mehr bereitstellen. Die russische Agentur sieht hinter der Entscheidung ein politisches Motiv. Leta begründete die Vertragskündigung damit, dass Sputnik die Leistungen der lettischen Agentur auf eine Weise genutzt habe, die „gegen die Moral und die Grundsätze der Lettischen Republik“ verstießen.

Die estnische Agentur BNS nannte für ihre Entscheidung keine Gründe. „Der Abbruch der Zusammenarbeit durch BNS kam für uns völlig überraschend und scheint politisch motiviert“, kommentierte Jelena Tscheryschewa, Chefin von „Sputnik Estland“. „Denn wir sind all unseren Pflichten aus dem Vertrag nachgekommen.“  Leta und BNS gehören dem privaten estnischen Medienkonzern UP Invest OU.

Die betroffenen Sputnik-Redaktionen schließen nicht aus, dass UP Invest OU unter Druck gesetzt worden sei. „Eine private Agentur hätte kaum selbständig auf einen nicht gerade sehr unwichtigen Kunden verzichtet“, kommentierte „Sputnik Lettland“.  Einen Monat davor hatte BNS die Zusammenarbeit mit Sputnik Litauen eingestellt. Damals hieß es zur Begründung, dass BNS-Inhalte auf der Sputnik-Seite neben „ungenauen und propagandistischen Meldungen“ veröffentlicht worden seien. „Paranoia ist ansteckend“, so die Redaktion „Sputnik Lettland“ in ihrer Stellungnahme.

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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