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17 Personen bei Demo gegen Erhöhung des Rentenalters in Petersburg festgenommen

Von   /  19. Juli 2018  /  1 Kommentar

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eva.- Am Abend des 18. Juli organisierten Gewerkschaften und linke Parteien eine Protestaktion im Petersburger Stadtzentrum. Die rund 400 Demonstranten versammelten sich in der Malaja Sadowaja und versuchten danach in Richtung Isaak-Kathedrale zu marschieren, schreibt Fontanka.ru

Da die Aktion nicht genehmigt war, führten sie die Organisatoren als „Exkursion“ durch. Die Teilnehmer trugen keine Transparente, sondern nur symbolisch rote Karten in den Händen. Auf der Höhe des Gribojedow-Kanals wurden sie von Polizei und Omon-Sonderpolizei abgefangen, und 17 Personen wurden vorübergehend festgenommen – 10 von ihnen verbrachten die Nacht auf der Polizeiwache.

www.fontanka.ru

www.echo.msk.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Dieter Niemann sagt:

    Rente verstehen ?
    Die Sonne schien an diesem 14. Juni 2018. Meine Frau hatte kurz nach dem Frühstück die Wohnung verlassen. Sie wollte sich mit meiner Schwester treffen um endlich einen leichten Schal zu kaufen der farblich zu ihren neuen Schuhen passen sollte.
    Im Radio gab es Nachrichten. Eine Meldung war: Laut Premierminister Medwedew soll das Renteneintrittsalter für Männer auf 65 Jahre erhöht werden.
    Am Mittag sah ich meine Frau wieder. Sie hatte einen Schal der farblich zu ihren Schuhen passen hätte können – nicht gefunden. Über diesen nicht getätigten Kauf hatte sie dann mindestens 3 Stunden in einem Cafe mit meiner Schwester gesprochen. Aber nicht lange genug. Denn ihr erster Weg in der Wohnung führte sie zum Telefon. 3 Stunden dauerte das folgende Gespräch mit meiner Schwester. Ich frage mich, wie kann man 3 Stunden im Cafe über einen nicht gekauften Schal reden und dann noch einmal 3 Stunden am Telefon.
    Da erschien mein lieber Nachbar. Er hatte die Nachricht von der Erhöhung des Renteneintrittsalters auch im Radio gehört. Da er ein sehr gewissenhafter Mensch ist, wollte er von mir wissen, A – wie funktioniert unser Rentensystem – und B mit wie viel Rubel er bei seinem Renteneintritt am 01.01. 2019 rechnen könne.
    Da meine Frau noch mehrere Tage mit dem Kauf des Schals beschäftigt sein würde, hatte ich genug Zeit um die Fragen des Nachbarn zu beantworten. Nach 2 Tagen harter Arbeit versuchte ich immer noch das Rentensystem zu begreifen. Mir brummte mein Schädel. Es herrschte Caos in meinem Hirn. Auch hatte ich bestimmt schon mehrere Liter Flüssigkeit durch permanentes schwitzen verloren. Aber immer noch sah ich Begriffe wie z.B. wie umlagefinanziert – kapitalgedeckt – staatlich finanzierte Basisrente – Pensionsfonds – einzahlungsunabhängige Grundrente – 1000 + 1000 – wie wild und ohne System durch meinen Kopf rasen. Ich empfand Höllenqualen.
    In diesem Moment kam meine Frau ins Zimmer und sagte mit bebender Stimme, was ist los mit dir, dein Stöhnen klingt ja furchtbar, besinn dich bitte auf die wichtigen Dinge des Lebens. Gerade jetzt, wo das neue Auto fast bezahlt ist möchte ich keine Witwe werden. Auch Polina ( unsere Nachbarin ) sorgt sich sehr. Gerade hat sie angerufen. Sie versicherte mir glaubhaft, dass ihr Mann, die beiden Kinder und sie selber auch bei dem Krach nicht schlafen könnten. Ihre beiden Hunde hatten sich schon vor Stunden im Kinderzimmer unter den Betten verkrochen.
    Daraufhin verließ ich das Arbeitszimmer und bewegte meinen total überarbeitenden Körper in Richtung Küche. Da sah ich meinen Freund mit einem fröhlichen Gesichtsausdruck am Küchentisch sitzen. Vor ihm stand eine fast leere Flasche. Blitzschnell wurde ich wieder klar im Kopf. Denn Ich wußte genau, vor etwa 2 Stunden war die Flasche noch bis zum oberen Rand mit Wodka gefüllt.
    Sei wie es sei, ich war dem Zusammenbruch nahe. Aber mein Freund war glücklich. Und mit noch gut hörbarer Stimme sagte er: Ja, ja ich habe es vermutet, unser Rentensystem ist wie ein Bikini – es zeigt viel – aber das wesentliche bleibt im Dunkeln.

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