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Österreicher starten zu Rad-Rekordversuch in Russland

Von   /  31. Juli 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Vier österreichische Triathleten wollen das flächenmäßig größte Land der Welt innerhalb von 14 Tagen auf ihren Fahrrädern durchqueren. Wenn die letzte Genehmigung einlangt, soll es am 1. August vom Roten Platz losgehen nach Wladiwostok. 10.000 Kilometer und 75.000 Höhenmeter trennen die Extremsportler von ihrem Ziel.

„Das RARU (Race Across Russia) Team ist sicher in Moskau angekommen“, erfuhren die eifrigsten Fans des AusTria-Teams am Abend des 28. Juli über die App zum Rekordversuch. Fünf Männer in weißen Sponsoren-T-Shirts posieren vor zwei Land Rovers und der berühmten Moskauer Lomonossow-Universität. Zuvor wurde für das Team bereits ein Großeinkauf in einer Großhandelskette erledigt, dem Start steht immer weniger im Wege.

Per Rad in 14 Tagen quer durch Russland

„Jetzt liegt alles an den Jungs“, so das Fazit der versammelten Sportler und Sponsoren bei der abschließenden Pressekonferenz zwei Tage vor dem Start. Die „Jungs“ sind dabei bis auf den jüngsten im Bunde allesamt in den 60er-Jahren geboren.

Andreas Sachs hatte mit seinem Team beim „Race Across America 2009“, das als härtestes Radrennen der Welt gilt, in der Viererwertung den zweiten Platz belegt. Von diesem Erfolg beflügelt nahm Sachs alle Kontinente in Angriff. Quasi zum Aufwärmen fuhr er mit einem Kollegen über 4000 Kilometer in vier Tagen und 20 Stunden quer durch Australien.

Gemeinsam mit Michael Strasser, Robert Lang und Walter Zelenka, allesamt Mehrfachteilnehmer bei Extrem-Sportveranstaltungen wie dem Iron Man, strampelt er nun einem neuen Non-Stop-Streckenrekord durch den asiatischen Kontinent entgegen.

Besondere Challenge Russland

Mit an Bord in einem der fünf Begleitfahrzeuge: ein unabhängiger Wertungsrichter von Guinness World Records, der die Einhaltung der Regeln überprüft. „Das hochgesteckte Ziel ist, das größte Land der Erde mit all seinen spezifischen Herausforderungen in einem erstmalig durchgeführten Speed Versuch zu durchqueren“, heißt es auf der Website der Rekordritter.

Diesmal ist es „Russland, nicht die USA oder Australien – das ist eine ganz andere Challenge“, so einer der Unterstützer des Projekts auf der Pressekonferenz. Die „besondere Herausforderung Russland“ scheint der rote Bär zu symbolisieren, der auf dem RARU-Logo einem Radfahrer im Weg herumsteht. Hinter ihm schneit es weiße Sterne auf den blauen Schriftzug.

Zum Start erwarten die Österreicher noch „angenehme 20 Grad“, unterwegs sind jedoch Temperaturunterschiede von bis zu 40 Grad möglich. Die Extrem-Radfahrer werden von einer 15-köpfigen Mannschaft begleitet, zu der neben einem Arzt und einem Masseur auch ein Koch gehört, der jeden der Radrennfahrer mit 8000 Kalorien pro Tag durch die Mega-Strecke füttern muss.

Außerdem fährt ein Drehteam Kopf an Kopf mit den Sportlern, um ihre Höchstleistungen zu dokumentieren, aber auch Russland von einer Seite zu zeigen, wie es die wenigsten kennen. Neben der Völkerverständigung („Russland und Österreich einander näher bringen“) steht ein weiterer guter Zweck im Mittelpunkt: Der Rekordversuch ist eine Charity-Veranstaltung zugunsten der Österreichischen Muskelforschung.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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