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Präsident Medwedew in der Schweiz Tag II: Mischa, Mascha und eine Tuba im Röntgengerät

Von   /  22. September 2009  /  Keine Kommentare

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eva.- Nachdem der erste Tag von Präsident Medwedews Staatsbesuch mit Gesprächen und der Unterzeichnung von vier Abkommen besetzt war, ging das russische Staatsoberhaupt am zweiten Tag auf eine kleine Schweizerreise. In Bern übergab seine Frau Swetlana offiziell die beiden Jungbären Mischa und Mascha der Stadt Bern. Die beiden eingebürgerten Wappentiere stammen aus Ussurien im Fernen Osten Russland, wo sie verwaist von zwei Wildhütern gefunden worden waren.

Mischa und Mascha sollen die restliche Zeit ihrer viermonatigen Quarantäne im Bärengraben verbringen, der nach dem Tod des letzten Bären im April leer stand. Swetlana Medwedewa enthüllte eine kleine Gedenktafel und erhielt von Stadtpräsident Tschäppät zwei kleine Bärenfiguren geschenkt – eine aus Schokolade, die zweite aus Gold.

Alles wurde durchleuchtet – sogar die Sturmgewehre der Schweizer Armee

Wie erwartet nahm Präsident Medwedew an der Gedenkfeier zur Alpenüberquerung von General Suworow vor 210 Jahren teil. Da die Plattform vor dem Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht relativ klein ist, hatte ausser dem Präsidenten, den Suworow-Kadetten und den geladenen Gästen niemand mehr Platz, und die Journalisten musstenn von der Teufelsbrücke aus zuschauen.

Zuvor hatten sie wie alle Teilnehmer an der Zeremonie in Andermatt eine Kontrollprozedur durchlaufen müssen, bei der jeder und alles durchleuchtet wurde – sogar die Gewehre Schweizer Wachsoldaten! Nur die Tuba eines russischen Militärmusikers passte nicht in das Röntgengerät, wurde jedoch trotzdem durch gelassen.

Zur Erinnerung ein Stich und ein Uri-Stier-Foulard

Trotz des engen Zeitplans fand Medwedew nach Kranzniederlegung und Rede einen Moment, um sich mit dem Urner Regierungsrat Josef Dittli und dem Andermatter Metzgermeister Ferdi Muheim zu unterhalten. Muheim hatte in den Neunzigerjahren als Bürgermeister begonnen, Andermatt zu einem Schweizer Suworow-Zentrum zu machen. Zur Erinnerung erhielt der russische Präsident einen Stich mit der Schöllenenschlucht sowie ein Foulard mit Uri-Stier-Schmuck geschenkt.

Bild: Wikimedia Commons

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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