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Spionage-Prozess in Stuttgart: Bekannten der mutmaßlichen Russland-Spione fiel nichts Suspektes auf

Von   /  13. März 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Bekannte vom Ehepaar Anschlag, die laut den deutschen Ermittlungsbehörden für Russland spioniert hatten, haben laut ihren Aussagen im Stuttgarter Landesgericht „nichts Verdächtiges“ am Benehmen des angeklagten Paares gemerkt.

Das Gericht begann am Dienstag mit der Vernehmung von Vertretern des Bekanntenkreises der Angeklagten. Wie Stefan Schüler, Pressesprecher des Gerichts, mitteilte, wurden ein Freund des Ehepaares, die Patin ihrer Tochter sowie ein Vertreter des deutschen Arbeitgebers von Andreas Anschlag vernommen, der offiziell im Kfz-Produktionsgeschäft tätig gewesen war. Laut diesen Aussagen konnten die Zeugen „nicht einmal annehmen, dass das Ehepaar Anschlag mit dem Spionagedienst verbunden waren.“

Die Lebensweise der Eheleute sei in keiner Weise außerordentlich gewesen. Der Arbeitgeber habe Herrn Anschlag als einen guten Angestellten geschätzt. Zuvor hatten Vertreter der deutschen Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei sowie der Österreichischen Verfassungsschutzbehörde und niederländische Ermittlungsbeamte vor dem Gericht ausgesagt.

Das Ehepaar Andreas und Heidrun Anschlag, die mit österreichischen Pässen in Deutschland gelebt hatten, waren im Oktober 2011 festgenommen worden. Ende September 2012 wurden sie offiziell angeklagt, für ein anderes Land spioniert zu haben. Laut der Ermittlung hatte das Ehepaar bereits 1988 die Spionageaktivitäten aufgenommen.

Unter anderem werden sie beschuldigt, den Aufklärungsdienst Russlands mit Informationen über die politische und militärische Strategie der EU und der Nato versorgt zu haben. Der Prozess in Stuttgart wurde Mitte Januar aufgenommen.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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