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Piratenpartei hostet in Russland verbotene Webseiten

Von   /  11. Februar 2013  /  1 Kommentar

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rian.- Die russische Piratenpartei startet den Webhost piratehost.net, in dem in Russland verbotene Informationen online gestellt werden, schreibt die Zeitung „Wedomosti“.  Die russische Piratenpartei startet den Webhost piratehost.net, in dem in Russland verbotene Informationen online gestellt werden, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Dienstag.

Wie der Vizevorsitzende der Partei, Stanislaw Schakirow, in seinem Blog mitteilte, reagiert man damit auf die Versuche des Staates, das Internet zu regulieren. Nach Angaben der Partei sind seit November 2012 mehr als 3300 Webseiten rechtswidrig gesperrt worden.

„Wir haben zwar keine eigenen Datenzentren, pachten aber Kapazitäten in einigen europäischen und asiatischen Ländern“, sagte Schakirow. Die Partei bietet Webhosting-Dienstleistungen für Projekte an, die in ihren Ländern, darunter in Russland, von den Rechtsschutzbehörden verfolgt werden.  Es kann sich sowohl um Daten, die die Urheberrechte verletzen, als auch um politische Projekte handeln. „Wir gehen davon aus, dass es keine verbotenen Informationen gibt.

Es gibt nur Informationen, welche die Staaten verheimlichen wollen oder deren Verbreitung für einige Unternehmen unerwünscht ist“, sagte Schakirow.  Schakirow zufolge werden Daten wie Spam, Carding, Phishing und Kinderporno nicht akzeptiert.

Die Partei denkt dabei auch ans Geschäft. Das Piraten-Hosting wird kostenpflichtig sein.  Schakirow sagte nicht, in welchen Ländern Server angemietet wurden. Solche Server gibt es in Niederlanden, Deutschland, Lettland, Tschechien, Malaysia und Indonesien. Schakirow hielt sich zudem bedeckt über die Finanzen der Partei.

Das Projekt werde von russischen und ausländischen Internetaktivisten unterstützt, sagte er.  Um zu verhindern, dass die Behörden die Domäne sperren können,  soll der Zugang für Kunden von offiziellen IP-Adressen blockiert werden (beispielsweise von der Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor u.a.).

Laut Internetexpertin Irina Lewowa reagieren die russischen Piraten mit ihrem Projekt auf die restriktiven Informationsgesetze des Kremls. Die Piratenpartei verletze mit ihrer Dienstleitung nicht die russischen Gesetze, sagte die Expertin.  Wie jedoch ein Internet-Manager betonte, antworten die Behörden meistens mit weiteren harten Maßnahmen gegen solche Vorhaben im Internet.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Russlands Piratenpartei – Die Furcht des Kremls vor dem Fluch der Karibik

 

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Wir haben kuerzlich von unserem Franz. Datacenter einen unserer Server fuer 24 abgestellt bekommen.
    Die Russische Verbraucherschutzorganisation ROSPOTREBNADSOR hat auf einem Server unerhoertes entdeckt und gleich Beschwerde eingelegt.

    Der Server war von einem unserer Kunden gemietet und der hatte den Server an zig. Kunden als Shared Hosting weitervermietet.
    Die Verbraucherschuetzer hatten eine Webseite entdeckt, die sich um Freuden und Gefahren der psychotropen Pilze im besonderen deren Varianten, bis hin zur Pflege kümmert-
    Obwohl das ja eher ein botanisches Thema ist sind die Betreiber bzw. Ihre Domain auf der schwarzen Liste gelandet.

    Da die Domain eine „.ru“ wurde sie beschlagnahmt.
    Alles zum Schutz der Buerger natuerlich, der kann sich jetzt nicht mehr informieren und denkt der Spössling zuechtet die Pilze fuer den BioUntericht.

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